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Stromtankstellen auf Sachsens Autobahnen: Es geht voran – in langsamen Schritten

Ladenetz Stromtankstellen auf Sachsens Autobahnen: Es geht voran – in langsamen Schritten

Kommt die Sprache auf das Thema e-Mobilität, wird immer wieder die schlechte Infrastruktur bemängelt. Insbesondere auf Autobahnraststätten braucht es deshalb Schnellladestationen. Ein Blick auf die Situation in Sachsen.

In Großstädten schon die Regel, auf Autobahnen noch die Ausnahme: e-Auto-Ladestationen. André Kempner

Leipzig.  Es gibt noch viel Entwicklungsbedarf und -potential im Bereich Elektromobilität. Vor allem auf Langstreckenfahrten von mehr als 200 Kilometern kommen die meisten e-Auto-Akkus ins Schwitzen. Dringend benötigt werden deshalb Ladepunkte an Autobahnraststätten – und damit der e-Tankvorgang nicht zur unfreiwilligen Langzeitpause wird – vornehmlich Schnellladestationen.

Deshalb verkündete Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, vor gut zwei Jahren, bis 2020 bundesweit 7000 öffentliche Schnell- und 36 000 Normalladepunkte installieren zu lassen.

Tankt zügig auf

Tankt zügig auf: der BMW i3 an einer Schnellladesäule. Auf Autobahnen in Sachsen sind sie noch die Ausnahme.

Quelle: BMW

Das Ziel: Auf allen 400 Raststätten des Unternehmens Tank & Rast, das die meisten Autobahnraststätten in Deutschland verpachtet, betreibt und verwaltet, soll es eine Schnellladesäule geben, so dass es möglich sei, „mit einem Elektrofahrzeug von der Nordsee bis an die Zugspitze zu fahren“. Dieses Programm kommt allerdings nur mäßig voran: Ein Jahr nach Dobrindts Aussage waren gerade einmal 153 öffentliche Schnellladepunkte vorhanden – und dies meint noch nicht einmal die Anzahl der Ladesäulen, die in der Regel drei Ladepunkte besitzen.

Maßnahmen in Sachsen sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein

Und doch gibt es gute Aussichten: Auch Sachsen hat 2016 beschlossen, das Ladenetz für e-Autos auf und außerhalb von Autobahnen im großen Stil auszubauen – durch finanzielle Mithilfe von Bund und EU. „Derzeit werden alle sächsischen bewirtschafteten Rastanlagen auf Bundesautobahnen mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge ausgestattet“, teilt Kathleen Brühl vom sächsischen Verkehrsministerium mit.

Die Karte zeigt, wie der aktuelle Stand des Ausbaus ist: Schnellladestationen gibt es bereits auf den Raststätten Oberlausitz Nord und Auerswalder Blick Nord (beide A4). Im Bau befinden sich Oberlausitz Süd (A4) sowie beide Seiten der Rastanlagen Muldental (A14) und Dresdner Tor (A4). In Vorbereitung sind Hansens Holz (A14) und der Rabensteiner Wald (A4). „Ziel ist die Fertigstellung aller geplanten Maßnahmen bis Ende 2017“, so Brühl. Zunächst werden hier Normalladesäulen mit einer Leistung von 50 Kilowatt bereitgestellt, im Anschluss folgen Schnellladesäulen (150 Kilowatt). Diese Priorisierung ist auch eine Folge der Kosten: Die leistungsfähigeren e-Tankstellen verschlingen mit 250 000 Euro etwa das Fünffache der einfacheren.

Sachsen ist Spitzenreiter unter den neuen Bundesländern

Ein Blick aus dem Freistaat heraus zeigt ebenso Fortschritte wie auch Nachholbedarf. Die A9 beispielsweise bietet bereits ein dichtes Netz an Schnellladepunkten: Nahe Sachsen sind die Raststätten Köckern, Osterfeld, Hermsdorfer Kreuz West und Frankenwald ausgestattet. Die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur macht deutlich, dass die Ladeinfrastruktur in den alten Bundesländern der in den neuen deutlich voraus ist – aber auch, dass Sachsen Spitzenreiter im Osten ist.

Von Christian Neffe

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