Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Flüchtlinge aufnehmen: Tipps für Mieter und Vermieter

Immobilien Flüchtlinge aufnehmen: Tipps für Mieter und Vermieter

Rund 800 000 Flüchtlinge werden 2015 schätzungsweise nach Deutschland kommen. Viele spielen mit dem Gedanken, privat Wohnraum zur Verfügung zu stellen, um zu helfen. Egal ob als WG-Mitbewohner, Untermieter oder Mieter: Ohne entsprechenden Vertrag geht es nicht.

Voriger Artikel
Neue IFA-Geräte: Muss der alte Kühlschrank jetzt weg?
Nächster Artikel
Von Ahorn bis Zeder – Ein ABC der Hölzer für Haus und Garten

Wer Flüchtlingen ein Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung stellen möchte, sollte einen Mietvertrag abschließen.

Quelle: Armin Weigel

Frankfurt. Überall in den Nachrichten sind Bilder von überfüllten Flüchtlingsheimen zu sehen. Wer jetzt darüber nachdenkt, Flüchtlinge aufzunehmen, kann sich bei der zuständigen Behörde melden, meist das Sozialamt der Kommune. Darauf weist der Verein Pro Asyl hin.

Mit der Behörde wird gegebenenfalls auch der Mietvertrag geschlossen. Begegnungsstätten und örtliche Flüchtlingsberatungsstellen seien geeignete Orte, um potenzielle Mieter kennenzulernen, erklärt Pro Asyl in einem

Leitfaden auf seiner

Homepage. Falls möglich, können auch örtliche Unterkünfte besucht werden. Hier sei aber Sensibilität gefragt, schließlich wird dort privater Lebensraum betreten.

Sofern der künftige Mieter schon als asylberechtigt anerkannt ist, wird ein ganz normaler Mietvertrag abgeschlossen, erklärt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Bei noch nicht anerkannten Flüchtlingen mit unklarem Status sind nur Verträge mit der zuständigen Kommune möglich. "Sie ist für die Unterbringung zuständig." Da man aber an die Kommune vermietet, könne es häufiger zu Bewohnerwechseln in der Wohnung kommen, erläutert Happ.

Wer Flüchtlingen ein möbliertes Zimmer im privaten Eigenheim zur Verfügung stellen will, hat zwei Optionen: ohne oder mit Mietvertrag. "Lässt man Flüchtlinge ohne Vertrag bei sich wohnen, haben sie den Status von Gästen", erklärt Happ. Es ist allerdings fraglich, ob die Kommune das zulässt, denn bei dieser Variante können die Flüchtlinge im Prinzip jederzeit und ohne Grund vor die Tür gesetzt werden. Bei Mietverträgen geht das nicht: Diese haben Kündigungsfristen. "Bei der Vermietung von möblierten Zimmern sind die kürzer als bei normalen Mietverträgen", erläutert Happ. "Für die Kündigung müssen keine Gründe angegeben werden."

Wer Flüchtlinge kostenfrei oder günstig bei sich wohnen lässt, sollte mit der Kommune zumindest geeignete Kostenübernahmeregelungen für Heizung oder Erstausstattung treffen, rät Pro Asyl. Häufig wird kolportiert, dass sich Versicherungsbeiträge für Wohnung oder Haus durch die Aufnahme von Flüchtlingen erhöhten. "Das ist nicht korrekt", betont Happ. Es sei nicht nötig, seine Policen anzupassen.

Bei Mietwohnungen müssen Vermieter Untermietverträgen grundsätzlich zustimmen. Die Tatsache, dass es sich dabei um Flüchtlinge handelt, sollte diese Entscheidung nicht beeinflussen, sagt Siegmund Chychla vom Mieterverein zu Hamburg. "Flüchtlinge sind Menschen und Untermieter wie jeder andere auch." Dabei eine angemessene Miete zu verlangen, die dem abgegebenen Wohnraum-Anteil entspricht, sei okay, sagt Chychla. "Schließlich nutzen Mieter diesen Teil der Wohnung dann nicht mehr."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Finden Sie auf lvz-immo.de - dem Immobilienportal der LVZ - Ihre neue Wohnung in Leipzig! mehr

Wimmelbild: Knacken Sie das spannende Mystery-Rätsel um tückische Feen und schusselige Hexen im Spieleportal von LVZ.de ! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr