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Für das gute Gefühl zu Hause - Einrichten nach Feng Shui

Wohnen Für das gute Gefühl zu Hause - Einrichten nach Feng Shui

Für die einen ist es Einbildung, für die anderen aber funktioniert die Harmonielehre Feng Shui. Wer seinen Wohnraum danach gestaltet, lenkt seine Lebensenergie und fühlt sich wohler. Dafür braucht es keine Klangspiele. Und auch Wände werden nicht versetzt.

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Fiederike Diegel ist Raumausstatterin aus Volkmarsen bei Kassel.

Quelle: LICHTFANG-Fotografie/Sonja Rode

Freiburg. Jeder kennt das Gefühl, einen Raum zu betreten und sich sofort wohl zu fühlen. Die Raumaufteilung stimmt, Farben, Möbel und Materialien gefallen.

"All das nehmen wir unterbewusst wahr, Feng Shui verleiht diesen Intuitionen eine Sprache", erklärt Thomas Fröhling vom Deutschen Feng Shui Institut (DFSI). Bei Feng Shui handelt es sich um eine aus China stammende Harmonielehre. Ziel ist es, das Qi, die unsichtbare Lebensenergie, die alles umgibt, zu leiten. Indem Räume nach bestimmten Prinzipien gestaltet werden, soll das Qi fließen können - und das Wohlfühlgefühl eintreten.

Diese Energie sei nicht zu unterschätzen, betont Fröhling. "Wir sind lediglich imstande, acht Prozent dessen, was wir sehen, wahrzunehmen." Alles andere passiert unbewusst. "Feng Shui ist die Lehre, dieses Unterbewusste zu akzeptieren." Wer korrigiert, was unterbewusst stört, steigere das eigene Wohlbefinden.

Übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser, die beiden polaren Kräfte, zwischen denen sich unser Leben abspielt. Der Wind bewegt Dinge voran, nach vorne und oben, und verhindert so den Stillstand. Damit er wirken kann, braucht er einen Mitspieler, das Wasser. "Im Bild des Wassers ist im Feng Shui das nach innen Zentrierende, das Statische gemeint", sagt Gudrun Mende, Feng-Shui-Beraterin aus Köln. "Gemeint ist, dass wir in uns hineinblicken müssen, uns fragen müssen, was unsere ureigenen Bedürfnisse sind."

Dazu gehört, potenziellen Gefahrenquellen nicht den Rücken zuzukehren. "Auf die Wohnung übertragen könnte das bedeuten, den Schreibtisch eben nicht vor das Fenster zu stellen, so dass wir mit dem Rücken zur Tür sitzen, sondern ihn umzudrehen", sagt Fröhling. Und Tische stehen besser nicht vor der Wand, die Mauer stoppt den Energiefluss. "Steht ein Mensch jedoch, etwa nach einer Trennung, gerade an einem Punkt in seinem Leben, wo er sich auf das Wesentliche konzentrieren muss, kann eine solche Positionierung helfen, die Gedanken zu bündeln", ergänzt Mende aber. "Und irgendwann erreicht er den Tag, an dem er den Tisch umdreht."

Um herauszufinden, was einen unterbewusst stört, empfiehlt Mende, die Wohnung Stück für Stück abzufilmen. "Kann ich die einzelnen Dinge sehen oder werden sie immer auch von anderen Gegenständen überlagert? Oder herrscht vielleicht an vielen Stellen Leere?" Die Konsequenz aus den Beobachtungen muss nicht sein, seine Habseligkeiten auf ein Minimum zu reduzieren oder Dekoration aufzustellen, um Freiräume zu vermeiden. "Beim Filmen wird man aber spüren, welche Bereiche des Raums einen emotional berühren und welche nicht."

Bei der Umsetzung plädiert Fröhling zu individuellen Lösungen. "Betritt man eine Wohnung und geht geradeaus, laufen wir in vielen Fällen recht schnell gegen eine Wand. Der Raum wirkt beengend", erklärt der Experte. Um ein Gefühl von Freiheit zu schaffen, gibt es mehrere Möglichkeiten: "So können wir an besagter Wand ein Bild mit Tiefe aufhängen oder sie in ein blasses Türkis tünchen."

Positiv leiten lässt sich Energie etwa über Farben. Weiß zieht Licht an und spiegelt es zurück. "Hier ist viel Dynamik im Spiel", erklärt Mende. "Wenn man Ruhe sucht, ist eine weiße Wand also genau das Falsche, eine grüne oder blaue hingegen wirkt beruhigend und harmonisierend." Rot ist eine kommunikative, stark pulsierende Farbe, die man im Wohnzimmer, wo viel gesprochen wird, gut einsetzen kann.

Feng Shui wurde in den vergangenen Jahren häufig missverstanden, meint Fröhling. "Es sind weder Klangspiele und Bambusflöte notwendig, und es müssen auch keine tragenden Wände weggerissen werden." Doch lasse sich durch die Lehre das Wohlgefühl steigern. "Denn verändern wir die Struktur eines Raumes, verändern wir auch uns selbst."

dpa

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