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Wisch und weg - Vier Probleme im Bad und ihre Lösungen

Wohnen Wisch und weg - Vier Probleme im Bad und ihre Lösungen

Beschlagene Spiegel, Kalkflecken und schmutzige Fugen: Es sind natürlich Kleinigkeiten, die einen im Badezimmer stören. Trotzdem wäre es schön, wenn man für sie eine Lösung hätte.

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Der Boden kann noch so gut geputzt sein, in den Fliesenfugen bleibt immer Dreck hängen. Und hier bildet sich leicht Schimmel.

Quelle: Franziska Gabbert

Berlin. Experten geben Tipps zu vier Alltagsproblemen:

 

Kein Durchblick:  Spiegel und Fenster im Badezimmer laufen an, wenn die hohe Feuchtigkeit im Raum nach dem Duschen kondensiert. "Dies lässt sich verhindern, indem ein Glasreiniger mit Antibeschlageffekt verwendet wird", erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Oder man heizt dem Bad richtig ein: Denn je wärmer die Luft beim Duschen ist, desto weniger Dampf entsteht. Die Stiftung Warentest empfiehlt etwa 24 Grad.

 

Einen schon beschlagenen Spiegel bekommt natürlich der Föhn wieder frei - allerdings darf der Spiegel dabei nicht zu warm werden. Sonst können Risse entstehen, sagt Glassl. "Man hält den Haartrockner nicht dicht vor den Spiegel und zielt nicht nur auf einen Punkt, sondern bewegt ihn zum Beispiel auf Höhe des eigenen Gesichts über eine Fläche von 30 Zentimetern mal 30 Zentimetern hin und her." Ein Handtuch hinterlässt beim Abwischen Schlieren - die Durchsicht bleibt schlecht. Besser ist laut Stiftung Warentest ein Mikrofasertuch.

 

Weiße Flecken: Wo Wasser hinkommt, bleiben Kalkflecken zurück. Duschwände aus Glas und Kunststoff sind besonders anfällig. Einen besonderen Tipp hat die Stiftung Warentest: Kalkkrusten von flüssigem Buntwaschmittel aufweichen lassen. Am einfachsten ist aber, die Flächen wie auch Fliesen direkt trockenzureiben, so setzt sich Kalk gar nicht erst ab.

 

An Armaturen ist Kalk eine heikle Sachen: Denn schrubbt man ihn mit aggressiven Mitteln und groben Lappen weg, verkratzt das Chrom. Dieser Überzug ist meist nur eine dünne Schicht - ist sie verletzt, kann der Kern rosten. Daher gilt: Reiniger zum Beispiel mit Ameisen- oder Salzsäure sind tabu, erklärt die Stiftung Warentest.

Frischen Kalk packen ein paar Tropfen Handseife auf einem feuchten Tuch. Verkrustungen erst mit einem Bimsstein leicht aufrauen, dann etwas Essigreiniger darauf geben. Hat sich der Kalk schon mit Eisen verbunden und Rostflecken gebildet, raten die Haushaltsexperten, ein Küchenkrepp in verdünnte Essigessenz zu tränken und auf die Stelle wirken zu lassen.

Für Kalkbeläge in der Badewanne aus Acryl wird das Küchenpapier in Zitronensäurelösung getaucht. Das Papier darf aber keine Drucke haben, sonst verfärbt sich das Acryl dauerhaft. Auf keinen Fall darf das Material mit üblichen Entkalkern für Elektrogeräte wie die Kaffeemaschine geputzt werden, diese können die Wanne ebenfalls verfärben.

 

Schmutzige Fugen: In Fugen hängen nicht nur Partikel gerne fest, sie sind aus den schmalen Rillen auch nicht sonderlich gut zu entfernen. "Wenn es sich um Kalkschmutz handelt, dann sind saure Badreiniger geeignet, sofern das Fugenmaterial säurebeständig ist", sagt Reinigungsexperte Glassl. Ansonsten sollte man Scheuerpulver verwenden. Aber: Laut dem Forum Waschen dürfen säurehaltige Reinigungsmittel nur kurz auf das Füllmaterial der Fuge einwirken: bei leichten Ablagerungen bis zu einer Minute, bei stärkeren bis zu fünf Minuten. Gut ist, die Fugen vorher mit Leitungswasser zu benetzen, das verhindert ein Eindringen des Mittels in das Material.

 

 

Kleine Tierchen: Silberfischchen kriechen in der Dunkelheit aus Ritzen in Boden und Wand. Man kann sie aber leicht einfangen mit Tüchern, auf die Zucker oder Mehl gestäubt wird. Auch Pappstreifen mit Honig sind ein gutes Lockmittel. Auch Kartoffeln in einer Schale locken die Tiere an. Das

Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) in Hamburg rät, die Fressfallen abends aufzustellen und morgens einzusammeln und auf dem Kompost zu entsorgen. Abflüsse von Waschbecken und Badewannen sind ebenfalls Versteckmöglichkeiten der nachtaktiven Silberfischchen. Es hilft, sie über Nacht zu verschließen.

dpa

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