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Kaputte Bohrmaschinen-Leitung: Tipps zum Austausch

Wohnen Kaputte Bohrmaschinen-Leitung: Tipps zum Austausch

Stromschläge kommen bei elektrischen Handwerksgeräten selten vor. Heimwerker sollten trotzdem darauf achten, dass Zuleitungen nicht beschädigt wurden - zum Beispiel bei Bohrmaschinen.

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Elektrischen Schlag vermeiden: Auch Stichsägen sollten Heimwerker regelmäßig auf Beschädigungen prüfen.

Quelle: Kai Remmers

Berlin. Von Schlagbohrmaschine, Stichsäge, Winkel- und Dreieckschleifer oder Handhobel geht kaum die Gefahr eines elektrischen Schlags aus - sachgemäße Verwendung vorausgesetzt. Dennoch: Bei jedem Einsatz kann die elektrische Zuleitung beschädigt worden sein.

"Sie kann mit den rotierenden oder oszillierenden Sägen, Schleifscheiben oder Bohrern in Berührung gekommen sein oder wurde an scharfkantigen Werkstücken angeritzt", erläutert Peter Birkholz, Ratgeberautor der Stiftung Warentest in Berlin. "Auch altern die Ummantelungen nach jahrelangem Gebrauch, werden brüchig und bekommen Risse."

Der Experte rät daher, die Geräte regelmäßig zu kontrollieren. "Ist die Leitung sichtbar beschädigt, so reicht es nicht, die Schadstelle mit Isolierband zu umwickeln oder sie zu kürzen und einen neuen Stecker anzuschrauben", betont Birkholz. "Sie muss zwingend ausgetauscht werden."

Zweckmäßigerweise und zur Sicherheit muss der gleiche Leitungstyp gewählt werden, der auch vorher vorhanden war. So gibt es im Elektrohandel bereits vorgefertigte und mit festen Steckern versehene Anschlussleitungen. Diese können mit PVC umhüllt sein oder eine Gummiummantelung haben.

Welche die richtige ist, hängt vom definierten Anwendungsgebiet des Werkzeugs und auch von der Leitungslänge ab. Als Faustregel nennt Birkholz: "Über vier Meter Länge kommen Gummischlauchleitungen zum Einsatz." Natürlich muss auch der Leitungsquerschnitt stimmen.

Fast alle neueren Elektrowerkzeuge sind nach der Schutzklasse II (doppelt schutzisoliert) gebaut und haben deshalb keinen grün-gelben Schutzleiter. Das erleichtert den Austausch der Leitung und minimiert das Risiko einer Verwechselung der Anschlüsse. "Man erkennt die Schutzklasse II leicht an den beiden fehlenden Schutzleiterkontakten am Stecker und dem Symbol der zwei konzentrischen Quadrate auf dem Typenschild", erklärt der Ratgeberautor.

"Beim Austausch der Leitung darf nicht vergessen werden, zuerst die Biegeschutztülle auf das neue Kabel zu stecken." Auch die Zugentlastung im Gerät muss wieder hergestellt werden. Dann werden die elektrischen Kontakte sorgfältig festgezogen, das Gehäuse wieder zugeschraubt und dabei auf keinen Fall etwas eingeklemmt.

Danach muss vor der ersten Anwendung des Werkzeugs eine elektrische Prüfung nach der Sicherheitsnorm DIN VDE 0701 durchgeführt werden. "Die Messungen können wegen der dafür erforderlichen Geräte nur von einem Elektroinstallationsbetrieb durchgeführt werden und sollten üblicherweise nur wenige Euro kosten", sagt Birkholz.

dpa

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