Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Was welcher Klebstoff kann: Holzleim bis Sekundenkleber

Immobilien Was welcher Klebstoff kann: Holzleim bis Sekundenkleber

Auf den richtigen Kitt kommt es an: Mit Kleber kann man heutzutage fast alle Stoffe miteinander verbinden. Aber es braucht dafür den passenden Klebstoff - und der muss eine bestimmte Zeit aushärten.

Voriger Artikel
Verformung vermeiden: Pinsel mit Kopf nach unten trocknen
Nächster Artikel
Test mit Abdeckfolie: Ist der Wandputz trocken?

Es gibt je nach Bedarf sehr unterschiedliche Klebstoff-Sorten.

Quelle: Arno Burgi/Symbolbild

Berlin. Die Palette Klebstoffe im Baumarkt ist gut gefüllt - aus gutem Grund. Denn eine haltbare Verbindung zwischen zwei Stoffen ergibt sich nur, wenn Klebstoff und das zu verbindende Material richtig zusammenpassen.

"So gibt es beispielsweise Klebstoffe, deren Lösungsmittel vom Material aufgesogen werden müssen, um aushärten zu können", erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor bei der Stiftung Warentest in Berlin. "Glas oder Metalle könnte man damit nicht kleben." Eine grobe Übersicht:

Holzleim: Er enthält Wasser, das vom Holz absorbiert werden muss. "Deshalb ist er ungeeignet für nichtsaugende Klebeflächen wie Kunststoff", erklärt Birkholz. "Die Holzteile müssen mit möglichst hohem Druck so lange zusammengepresst werden, bis der Leim getrocknet ist." Er rät, zu rund 30 Minuten. Aber die Endfestigkeit wird je nach Temperatur und Holzart oft erst nach Tagen erreicht. "Auf ähnlicher Basis arbeiten Montagekleber für saugfähige Gipskartonplatten."

Alleskleber: Sie sind auch für nichtsaugende Materialien geeignet. Schon nach etwa 10 Minuten ist die Verbindung hergestellt, doch auch hier tritt die Endfestigkeit erst nach Tagen ein.

Kontaktkleber: Diese Produkte lassen sich auch für elastische Materialien wie Gummi, Leder oder Schaumstoffe verwenden. "Nach dem Einstreichen beider Seiten muss abgewartet werden, bis das Lösemittel verdunstet ist", betont Birkholz. Erst dann werden die Teile zusammengefügt. "Für die Festigkeit ist der Pressdruck entscheidend." Die Verbindung ist schon nach kurzer Zeit belastbar.

Sekundenkleber: Diese Klebstoffe reagieren mit Feuchtigkeit aus der Luft und härten - wie ihr Name verspricht - sehr schnell aus. Sie eignen sich besonders für kleine Gegenstände, die nicht fixiert werden können. Aber ein großflächiges Auftragen ist wegen der schnellen Aushärtung nicht möglich. "Hautkontakt muss unbedingt vermieden werden", betont der Heimwerkerexperte Birkholz.

Heißkleber: Sie sind frei von Lösemitteln und verflüssigen sich durch das Erhitzen mit einer elektrischen Heißklebepistole. Der Vorteil: Nach dem Abkühlen bilden sie eine sofort belastbare Verbindung. Aber Birkholz schränkt die Verwendung ein: "Auch sie sind für großflächige Anwendungen ungeeignet, weil der Kleber bereits beim Auftragen zu schnell erkaltet. Auch stark wärmeleitende Materialien wie Metalle können nicht verklebt werden."

Zweikomponenten-Klebstoffe:  Sie bestehen aus zwei voneinander getrennten Substanzen. "In diesen befinden sich die Monomere, ein Harz und ein Härter, die sich bei der Reaktion zu einem Polymer verketten", erläutert der Experte. Dafür muss der Heimwerker selbst die beiden Komponenten direkt vor der Anwendung in dem vorgeschriebenen Verhältnis mischen. Nachteil: Der Klebstoff ist nur für eine begrenzte Zeit verwendbar. Und seine Endfestigkeit erreicht er erst nach einer temperaturabhängigen Aushärtezeit.

Strahlenhärtende Klebstoffe: Hier handelt es sich um einen Stoff mit einer Komponente, die zum Aushärten meist mit UV-Licht bestrahlt wird. Die zu verbindenden Teile müssen deshalb lichtdurchlässig sein, daher werden diese Kleber etwa auch für das Anbringen künstlicher Fingernägel oder das Einkleben von Zahnfüllungen aus Kunststoff verwendet.

Vorbereitung zum Kleben: Die Flächen müssen trocken, staub- und fettfrei sein. Kleine Klebeflächen sind weniger belastbar. Daher rät Birkholz, diese nach Möglichkeit durch Anschrägen zu vergrößern. Üblicherweise wird der Klebstoff auf beiden Seiten dünn aufgetragen und die Teile dann mit Druck zusammengeführt. Danach muss die angegebene Zeit zum Aushärten des Klebstoffs eingehalten werden. Wichtig: Meist ist sie temperaturabhängig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rund ums Haus

Finden Sie auf lvz-immo.de - dem Immobilienportal der LVZ - Ihre neue Wohnung in Leipzig! mehr

Wimmelbild: Knacken Sie das spannende Mystery-Rätsel um tückische Feen und schusselige Hexen im Spieleportal von LVZ.de ! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr