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Wohnungsmarkt Deutschland 2013: Rekordpreise im Süden

ANZEIGE Wohnungsmarkt Deutschland 2013: Rekordpreise im Süden

Wohnraum in deutschen Großstädten wird immer teurer. Doch auch im nationalen Vergleich tun sich große Unterschiede auf; sowohl im Ost-West-Gefälle als auch im Vergleich zwischen München und dem Rest der Republik sind die Differenzen teils gewaltig.

Grundsätzlich: teurer Süden, günstiger Osten

Nach wie vor gilt: In den neuen Bundesländern lässt es sich recht günstig wohnen. Städte wie Dresden, Erfurt und auch Berlin lagen 2013 unter dem deutschen Schnitt von 6,21 Euro pro Quadratmeter. Das genaue Gegenteil erwartet Wohnungssuchende im Süden der Republik: München ist mit 10,25 Euro Spitzenreiter unter den Wohnungsmärkten, mit einigem Abstand folgt Stuttgart (8,18 Euro), dicht vor Köln (7,94), Frankfurt (7,84) und Hamburg (7,53). Die Mietpreise sind somit ein zuverlässiger Gradmesser für die wirtschaftlichen Verhältnisse unter den deutschen Städte; schließlich gilt München auch in Sachen Arbeitsmarkt und Wachstum als nationale Spitzenadresse.

Konzentrischer Effekt als Folge

Für Mieter stellt sich dennoch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. München mag ein attraktives Pflaster sein – dass die Mieten 65 Prozent über dem Schnitt liegen, steht allerdings nicht in Relation zum Durchschnittseinkommen. Dieses Problem betrifft in erster Linie Haushalte mit normalen Einkommen (und weniger), während Gut- und Spitzenverdiener auf der anderen Seite für den Anstieg verantwortlich sind. Gerade Familien suchen immer häufiger Alternativen im ; durch die steigende Nachfrage schießen auch dort die Mietkosten in die Höhe. Das hohe Preisniveau breitet sich auf diese Weise radial aus, mit München als Epizentrum. In den Großregionen Köln, Hamburg und Frankfurt ist eine ähnliche Tendenz zu beobachten, in Stuttgart erst Recht. Die Neckar-Metropole gilt schließlich nicht erst seit gestern als eine der teuersten Adressen Deutschlands.

Klein, aber teuer – und neu schlägt alt

In der obigen Rangfolge der teuersten Städte wurden lediglich die führenden Großstädte berücksichtigt. Ein Blick auf den Index zeigt, dass sich auf den vorderen Plätzen noch andere Orte tummeln. Als Ausgangswert dient dabei der Index-Wert 100 stellvertretend für den bundesweiten Schnitt. München, auch im detaillierteren Ranking auf Platz 1, verfügt folglich über einen Index von 165. Mit einigem Abstand folgt Germering (Index-Wert 139), ein 38.000-Einwohner-Städtchen im direkten Einzugsgebiet Münchens. Falls es einen Beleg für den sich ausbreitenden Wohlstand der bayerischen Landeshauptstadt benötigt hat, liefert Germering ihn. Selbst die hohe Baufrequenz scheint die teuren bayerischen Mieten nicht stoppen zu können; so zeigt etwa die Terrafinanz Website, welche Preise Eigentumsinteressente für hochwertige Objekte in München und Umgebung investieren müssen. Bei Altbauwohnungen ist der prozentuale Anstieg übrigens am höchsten, in vielen Fällen bedingt durch altersbedingte Sanierungen, im Absolutpreis sind die Altbaubestände allerdings deutlich günstiger als Neubauten.

Nähe zur Großstadt als entscheidender Faktor

In den Top 20 des Index finden sich noch weitere Beispiele dafür, dass geringe Einwohnerzahlen keine niedrigen Mieten bedeuten müssen. Ebenfalls direkt bei München liegen Dachau und Erding, Tübingen, Leinfelden-Echterdingen und Ditzingen zeigen dasselbe Muster im Stuttgarter Großraum auf. Immerhin: Laut Statistischem Bundesamt sind die Mieten 2013 bundesweit weniger gestiegen als die allgemeine Teuerung (Vergleich: 1,3 zu 1,5 Prozent). Man muss jedoch kein Immobilienexperte sein, um zu wissen, dass diese Tendenz vor allem durch die stagnierenden Preise in schwach gefragten Regionen zustande kam – in München, Stuttgart und Co. kann von einer Mietpreisbremse nämlich keine Rede sein.

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