Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Peinliche Themen: Was die Eltern wissen müssen und was nicht

Familie Peinliche Themen: Was die Eltern wissen müssen und was nicht

Schlechte Noten in der Schule, Mobbing, die erste Liebe oder eine drohende Trennung von Mama und Papa. Es gibt viele Themen, über die Jugendliche nur ungern mit ihren Eltern sprechen. Manchmal muss es trotzdem sein - manchmal aber auch nicht.

Voriger Artikel
Memory und Kniffel - Spiele-Klassiker erobern Smartphones
Nächster Artikel
Klassiker und Elektronik - Spielzeughits in Nürnberg gezeigt

Über manche Themen - wie schlechte Schulnoten - muss man mit seinen Eltern reden. Ansonsten aber gilt: Alles müssen sie nicht wissen.

Quelle: Westend61

Fürth. Die Eltern kennen ihre Kinder oft am besten. Und trotzdem gibt es Themen, die Jugendlichen peinlich sind. Worüber muss man trotzdem mit ihnen reden? 

"Eltern müssen nicht alles wissen, es ist aber gut, wenn sie einschätzen können, wie es ihrem Kind geht", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Ob Jugendliche sich den Eltern gerne anvertrauen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich, erklärt der Experte. Gibt es in einer Familie schon immer einen regen Austausch, dann herrscht eine Kultur des Erzählens. In der fällt es leicht, auch peinliche Themen anzusprechen. Doch was, wenn es eine solche Erzählkultur nicht gibt?

Besonders schwierig ist oft das Thema Liebe und Sexualität. Ob Jugendliche mit den Eltern über ihren heimlichen Schwarm, die erste Beziehung oder das erste Mal sprechen, sollten sie einfach nach Gefühl entscheiden, rät Psychotherapeut und Buchautor Joachim Braun.

Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Denn Jugendliche haben ein Recht auf Intimsphäre. Alternativ könne man auch mit den Freunden darüber sprechen.

Geht es um die Erlaubnis, bei der Freundin oder dem Freund zu übernachten, muss man die Eltern aber natürlich fragen. Halten die ihren Nachwuchs für noch zu jung dafür, kann man versuchen, ihnen die Ängste zu nehmen, erklärt Psychotherapeutin Christiane Wempe. Wer sagt: "Macht euch keine Sorgen, ich habe in der Schule gelernt, wie Verhütung funktioniert", kann die Eltern eventuell beruhigen.

Bei schlechten Noten in der Schule oder einer gefährdeten Versetzung gilt: So früh wie möglich erzählen, mahnt Ritzer-Sachs. Denn die meisten Eltern finden es besonders schlimm, erst kurz vor einem miesen Zeugnis oder einer gefährdeten Versetzung informiert zu werden.

Andere Schulprobleme sind möglicherweise noch unangenehmer: Vielen Jugendlichen fällt es besonders schwer darüber zu sprechen, wenn sie gemobbt oder ausgegrenzt werden. Trotzdem sollte man sich den Eltern in so einem Fall unbedingt anvertrauen, rät Joachim Braun.

"Nur wenn man sich den Eltern öffnet, haben die auch eine Chance zu helfen." Und das können die Eltern meistens ganz gut: "Bei Mobbing ist es wichtig, dass Jugendliche, Eltern und Lehrer zusammenarbeiten und ein Netzwerk bilden", erklärt der Buchautor.

Ein besonders sensibles Thema für Jugendliche ist die Scheidung der Eltern. "Viele Jugendliche belastet es, wenn die Eltern sich trennen", sagt Christiane Wempe. "Das Thema zu Hause anzusprechen ist ihnen aber unangenehm, weil sie den Eltern nicht noch mehr Sorgen bereiten wollen."

Dazu fürchten sie häufig negative Reaktionen, zum Beispiel die Abwertung des anderen Elternteils, erklärt Wempe. "Manchmal ist es dann sinnvoller, wenn sich Jugendliche Beratung von außen holen - etwa bei Freunden, deren Eltern auch geschieden sind."

Bei manchen Themen haben Jugendliche keine Wahl: Immer wenn es um Vereinbarungen und Erlaubnisse geht, muss man die Zähne auseinander bekommen und mit den Eltern sprechen, sagt Joachim Braun.

Ausgehzeiten, das Taschengeld, das erste Mal bei der Freundin oder dem Freund übernachten: "Wer etwas aushandeln will, sollte den Konflikt mit den Eltern wagen - auch wenn das manchmal schwer fällt", rät Braun.

Literatur:

Joachim Braun: Jungen in der Pubertät - Die 100 wichtigsten Fragen (2011). rororo Verlag, 240 Seiten, 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3-499-62739-2,

Joachim Braun, Kirsten Khaschei: Mädchen in der Pubertät (2012), rororo Verlag, 288 Seiten, 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3-499-62952-5, .

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr