Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Wohnen im Alter: Alternativen zu den eigenen vier Wänden

Familie Wohnen im Alter: Alternativen zu den eigenen vier Wänden

Im hohen Alter kann der eigene Haushalt Senioren überfordern. Damit alte Menschen und deren Familien diesem Fall gelassener entgegenblicken können, sollten sie sich rechtzeitig mit Wohn-Alternativen für den Lebensabend beschäftigen.

Voriger Artikel
Der Nächste bitte - Die Liebe in den Zeiten der Dating-Apps
Nächster Artikel
Hausarbeit: Jugendliche müssen nicht alles übernehmen

Für stark pflegebedürftige Senioren ist ein Pflegeheim oft die beste Alternative: Wohnen, Essen, Unterstützung bei der Körperpflege und medizinische Betreuung erfolgen hier aus einer Hand.

Quelle: Arno Burgi

Bonn. Betreutes Wohnen: Beim Betreuten Wohnen haben Senioren ihre eigenen vier Wände, bekommen aber Unterstützung im Haushalt. Das Angebot besteht in der Regel aus dem Mietvertrag für die Wohnung und einen Service-Vertrag für die Dienstleistungen, erläutert Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA). "Betreutes Wohnen ist kein geschützter Begriff", sagt Kempchen.

Die Betreuung meint in der Regel Notrufknopf, allgemeine Haushaltshilfe und Unterstützung beim Einkauf sowie kulturelle Angebote. Nur selten sei die ambulante Pflege integriert - meist bei Einrichtungen, die in der räumlichen und organisatorischen Nähe von Pflegeheimen liegen. "Die Wohnform ist für mobile Senioren geeignet, die noch recht selbstständig sind", sagt Kempchen. Preislich liegen die meist barrierefreien Wohnungen in der Regel am oberen Rand des Mietspiegels, weiß die BIVA-Expertin.

Mehrgenerationenhaus: Wenn die Kinder und - möglicherweise - Enkel mit im Haus wohnen, erleben Senioren ihren Lebensabend im familiären Umfeld: ein klarer Pluspunkt. Das Haus muss aber gut geplant sein. Einer der Wohnbereiche - am besten im Erdgeschoss - sollte barrierefrei angelegt werden, wie Architekt Jakob Oberpriller sagt. Etwa schwellenlose Eingänge ins Haus und zum Garten.

Thomas Killinger wohnte seit Frühling 2008 mit seiner Mutter Isolde in einem speziell konzipierten Haus. "Das Erdgeschoss wurde für sie barrierefrei gebaut", sagt der 55-jährige Lehrer. Er wohnte im ersten Stock. Die Planung des Hauses dauerte mehr als ein Jahr. "Besser man denkt im Vorfeld alles genau durch", sagt Killinger.

2014 verstarb seine Mutter im Alter von 82 Jahren. Für die sechs gemeinsamen Jahre habe sich die Entscheidung gelohnt, das Haus zu bauen, betont Killinger. "Es war für uns beide schön. Man kommt sich nach vielen Jahren räumlicher Trennung wieder näher." In die Gestaltung sei seine Mutter, auch nach dem Bau, stark involviert gewesen und "richtig aufgeblüht".

Ambulant betreute Wohngemeinschaft: Umgangssprachlich wird sie auch als Senioren-WG bezeichnet. Hier gilt es, zwischen zwei Formen zu unterscheiden: Entweder wird die Wohngemeinschaft von den Bewohnern selbst oder von einem Anbieter organisiert. Kümmern sich Senioren selbst, sind sie verantwortlich für Hausordnung, Kostenteilung und Buchen des Pflegedienstes. "Sind die Bewohner nicht mehr dazu in der Lage, braucht es in jedem Fall starke Angehörige, die sie damit unterstützen", sagt Kempchen.

Dafür ist diese Form flexibler, es gibt auch keine staatlichen Kontrollmechanismen - wie Regelprüfungen in der WG. Beim Angebot der Service-Dienstleister wohnen Senioren zur Miete. Hier unterliegt die ambulante Pflege laut Kempchen schärferen gesetzlichen Restriktionen.

Neben dem engen Zusammenleben mit anderen Senioren bietet die ambulant betreute Wohngemeinschaft den Vorteil, dass die Pflege individueller ist. "Senioren können auch mehr Bestandteile selbst bestimmen als im Pflegeheim", erklärt Kempchen.

Pflegeheim: Stark pflegebedürftige Senioren sind im Pflegeheim manchmal am besten aufgehoben. "Das betrifft oft hochgradig demente oder sehr alte vielfältig erkrankte Menschen, welche zu Hause nicht mehr versorgt werden können", beschreibt Kempchen. Sie werden dort voll versorgt - Wohnen, Essen, Unterstützung bei der Körperpflege und medizinische Betreuung erfolgen aus einer Hand.

Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) lohnt bei der Wahl ein Preis-Leistungs-Vergleich. "Denn ein geringer Preis muss nicht unbedingt geringe Leistung bedeuten", betont die Organisation. Entsprechende Einrichtungen haben laut BAGSO aber eine Wartezeit - sofort einziehen sei in der Regel nicht möglich.

Die

BAGSO empfiehlt, eine Vorauswahl an Heimen zu treffen. Interessante Einrichtungen sollte man sich dann vor Ort anschauen. Dafür sollte man mit der Heimleitung einen Besuchstermin vereinbaren. Einige Heime bieten sogar die Möglichkeit, für ein paar Tage zur Probe zu wohnen. Eine gute Option, denn eine Führung durch das Haus verschafft nicht die Einblicke, die ein Aufenthalt geben kann.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr