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Der Konfimandenunterricht im 21. Jahrhundert

ANZEIGE Der Konfimandenunterricht im 21. Jahrhundert

Klassisch schreiben und versenden Jugendliche evangelischen Glaubens um Ostern herum die Einladungskarten zu ihrer Konfirmation.

little girl reads the prayer

Quelle: Dusan Kostic Fotolia.com

Für einige Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde in Elmshorn fand das Prozedere nun schon im September statt. Nach einer nur halbjährigen Konfirmandenzeit gaben die Pastoren Britta Stender und Burkhard Friedrich zwölf Jugendlichen den kirchlichen Segen und markierten mit der Segnung den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter. Der „normale“ Konfirmandenunterricht dauert eineinhalb Jahre mit wöchentlichem Unterricht.

Die Jugend im Zeitdruck

Schon lange bemerken Pädagogen den wachsenden Druck, der auf den Jugendlichen und Kinder lastet. Zum einen steigen die Wochenstundenzahlen in der Schule, wodurch häufig bis spät in den Nachmittag unterrichtet wird, zum anderen sind viele der Jugendlichen in Vereinen, müssen Trainingszeiten und Nachhilfestunden, sowie Hausaufgaben unter einen Hut bekommen. Dabei fällt die Beschäftigung mit dem Glauben meist unter den Tisch, denn wo sollen die zusätzlichen Unterrichtsstunden noch untergebracht werden?

Kirchengemeinden erproben neue Wege

Dieser stärkeren Konkurrenz in der Nachmittagsgestaltung müssen sich auch die Kirchengemeinden stellen und versuchen ganz unterschiedlich neue Konzepte für den klassischen Konfirmandenunterricht zu finden. In den meisten Elmshorner Gemeinden findet der Unterricht weiterhin auf klassische Weise statt, während in der Emmausgemeinde der Konfirmanden-Unterricht immer einmal im Monat an einem Freitag stattfindet. Dieses Treffen dauert dann länger, bündelt dafür jedoch den Stoff und lässt dadurch den Jugendlichen in den restlichen Wochen des Monats Zeit für anderweitige Aktivitäten.

Ein anderer Weg ist das KU3/KU4-Modell. Hierbei wird ein Teil des Unterrichts bereits in der dritten beziehungsweise vierten Klasse durchgeführt. Vorteil ist zum einen die geringere zeitliche Belastung der Kinder in jenem Alter und zum anderen das familiärere Umfeld, da bei diesem Modell ein guter Teil des Unterrichts von den Freiwilligen aus den Reihen der Eltern der Kinder durchgeführt wird.

Turbo-Konfirmation durch Konfi-Camp

In der Friedenskirchengemeinde wird seit diesem Jahr auf eine schnelle Konfirmation gesetzt. Der Unterricht ist auf ein halbes Jahr reduziert und findet seine Höhepunkte in den beiden Konfi-Camps. Hierzu fahren die Pastoren eine Woche mit den Jugendlichen nach Dömitz an der Elbe und zwei Wochen in den Harz. In diesen drei Seminarwochen wird ein großer Teil des Unterrichtsinhaltes vermittelt, wodurch auch das neue Konzept leicht auf die vorgeschriebenen 60 Unterrichtstunden kommt. Durch den kürzeren Zeitraum und vor allem auch durch die beiden Konfi-Camps gelingt es nach Angaben der beiden Pastoren die Inhalte intensiver zu vermitteln. Davon profitieren die Jugendlichen nicht nur zeitlich, sondern auch was das Erlernte betrifft.

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