Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
"Koks und Bomben": Vorsicht bei Scherzen in Überweisungen

Finanzen "Koks und Bomben": Vorsicht bei Scherzen in Überweisungen

Kontonummer, TAN, wo ist die Rechnung? Online-Banking ist nicht die spannendste Tätigkeit der Welt - kein Wunder, dass manche Verbraucher da auf die Idee kommen, in privaten Überweisungen ein paar Witze zu verstecken. Eventuell hat der kleine Spaß aber ernste Folgen.

Voriger Artikel
Lohnsteuer-Freibeträge beantragen - Zwei Jahre Ermäßigungen
Nächster Artikel
Geldanlage nicht ohne Information zeichnen

Witz mit Folgen: Solche Scherze im Verwendungszweck einer Überweisung bekommt nicht nur der Empfänger zu Gesicht.

Quelle: Inga Kjer

Mainz. Bei einer privaten Überweisung mag die Versuchung groß sein, den Geldtransfer mit einem Witz zu verbinden. "Koks und Bomben" ist als Verwendungszweck schließlich unterhaltsamer als "Frankreich-Urlaub". Verbraucher müssen sich aber im Klaren darüber sein, dass nicht nur der Empfänger mitliest.

"Banken sind gesetzlich verpflichtet, Finanztransfers zu verfolgen", erklärt Josephine Holzhäuser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Die müssen da einen genauen Blick drauf haben."

Dabei geht es natürlich nicht um harmlose Scherze, sondern zum Beispiel um den Kampf gegen organisiertes Verbrechen oder Terrorismus. Für Bankmitarbeiter oder eine Software, die Überweisungen überprüfen, sind Spaß und Ernst aber möglicherweise schwer zu unterscheiden.

Was bei einem misslungenen Scherz genau passiert, ist unklar. "Das liegt im Ermessensspielraum der Bank", so Holzhäuser. Theoretisch könnte das Geldinstitut aber zum Beispiel das Konto kündigen, wenn ein Kunde mit merkwürdigen Überweisungen immer wieder für Mehrarbeit sorgt, so die Expertin.

Grundsätzlich rät Holzhäuser daher von solchen Witzen in der Überweisung ab: "Gerade wenn es in den strafrechtlichen Bereich geht, kann es schon problematisch werden." Wer mit der Überweisung zum Beispiel scheinbar Hinweise auf Drogenhandel oder Prostitution gibt, bekommt am Ende womöglich sogar Besuch von der Polizei.

Grundsätzlich rät Josephine Holzhäuser, bei "Verwendungszweck" tatsächlich den Grund für die Zahlung einzutragen. "Das macht es einfach leichter, wenn man die Überweisung später noch einmal finden muss", sagt sie. Bei privaten Geldtransfers spricht aber nichts dagegen, das noch mit einem Gruß oder einem Dank an den Empfänger zu verbinden.

Und grundsätzlich handelt es sich beim Überweisungszweck ohnehin um eine freiwillige Angabe. Das Feld darf also auch leer bleiben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr