Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nicht in die Falle der Geldwäscher tappen

Finanzen Nicht in die Falle der Geldwäscher tappen

Immer wieder werden Privatleute zur Geldwäsche angeworben. Wer den Tätern auf den Leim geht, macht sich strafbar - teilweise ohne es zu wissen. Also besser kritisch bleiben, bei dubiosen Jobangeboten oder Überweisungen, die sich nicht zuordnen lassen.

Voriger Artikel
Mehr Schutz vor hohen Dispozinsen
Nächster Artikel
Hilfe für Senioren bei der Steuererklärung

Geldwäscher versprechen ihren Opfern Geld, wenn sie Beträge per Bargeld-Transfer-Dienst weiterleiten.

Quelle: Patrick Pleul

Berlin. Wer auf seinem Konto plötzlich eine Überweisung findet, die er nicht zuordnen kann, sollte skeptisch sein. Auf keinen Fall sollten Verbraucher das Geld per Bargeld-Transfer-Dienst oder unbekanntem Treuhand-Dienste zurück überweisen, rät die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin. Denn sonst tappen sie unter Umständen in die Falle von Geldwäschern.

Die Täter wenden sich teilweise mit E-Mails, Zeitungsanzeigen oder über Datingportale an leichtgläubige Privatleute. Teilweise mit Jobangeboten: So geben sie an, die Person könnte Geld verdienen. Vorausgesetzt sie überweist einen Betrag, der auf dem Konto eingeht, per Bargeld-Transfer-Dienst weiter. Wer angeworben und aktiv wird, macht sich der "leichtfertigen Geldwäsche" schuldig, warnt Thomas Heilmann, Justizsenator in Berlin. Häufig sind sich die Betroffenen dessen nicht einmal bewusst. Dabei helfen sie als sogenannte Finanzagenten, im Internet ergaunertes, digitales Geld zu Barem zu machen.

In einem Fall erhielt eine Frau beispielsweise eine Zahlung, nachdem sie eine Anzeige geschaltet hatte, in der sie ihr Auto verkaufen wollte. Ein vermeintlicher Interessent trat überraschend vom Kaufvertrag zurück und forderte von der Frau einen überwiesenen Betrag zurück. Für die entstandenen Umstände dürfe sie 200 Euro behalten. Allerdings müsse sie den Restbetrag auf ein anderes Konto überweisen. Die Frau überwies das Geld. Was sie nicht wusste: Es stammte vom dem Konto eines Phishing-Opfers. Die Betrüger nutzten ihre Kontoverbindung, um es rein zu waschen.

In anderen Fällen werden online geführte Girokonten gehackt und über Finanzagenten leergeräumt. Das Geld stammt oft aus falschen Internetverkäufen oder von gehackten Kontos. Wer sich darauf einlässt, macht sich der Geldwäsche schuldig. Besonders sozial Schwache, Senioren und neuerdings auch Flüchtlinge werden von den Tätern missbraucht, warnt Heilmann. Im Prinzip kann es aber jeden Kontobesitzer treffen.

Zahlungen auf ihre Konten könne die Staatsanwaltschaft leicht zurückverfolgen. Somit flögen die sogenannten Finanzagenten innerhalb weniger Tage auf, erklärt Staatsanwalt Marcus Hartmann. An die Hintermänner jedoch komme man kaum heran. Wer sich leichtfertiger Geldwäsche schuldig mache, könne bis zu zwei Jahre ins Gefängnis kommen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr