Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Totenfürsorgerecht: Kein Zugang zum Leichnam des Vaters

Verbraucher Totenfürsorgerecht: Kein Zugang zum Leichnam des Vaters

Die nächsten Angehörigen sind in Bezug auf die Beerdigung eines Verstorbenen, der keinen letzten Willen geäußert hat, nicht gleichgestellt. So kann die zweite Ehefrau entscheiden, dass der Sohn aus erster Ehe den Leichnam des Vaters nicht noch einmal sehen darf.

Voriger Artikel
Vom Chef bezahlt: Beihilfe für Erholung steuerfrei
Nächster Artikel
Durchbruch: Wann Knock-out-Produkte verfallen

Liegt kein letzter Wille vor, dann kann der Angehörige mit dem Totenfürsorgerecht über die Form der Bestattung entscheiden.

Quelle: Federico Gambarini

Bielefeld/Berlin. Äußert ein Verstorbener vor seinem Tod keinen letzten Willen, können in der Regel die Angehörigen über die Bestattungsart entscheiden. Hat die zweite Ehefrau das Totenfürsorgerecht inne, kann sie einem Sohn aus erster Ehe den Zugang zum Leichnam des Vaters verweigern.

Der Sohn kann von der Stiefmutter dafür kein Schmerzensgeld fordern. Das hat das Landgericht Bielefeld entschieden (Az.: 21 S 10/15), teilt die

Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) mit. Im verhandelten Fall wollte sich ein Sohn aus erster Ehe von seinem verstorbenen Vater verabschieden. Dessen zweite Ehefrau verweigerte ihm den Zugang zum Leichnam. Der Vater wurde beigesetzt, ohne dass der Sohn ihn noch einmal sehen konnte. Der Sohn verlangte daraufhin von seiner Stiefmutter Schmerzensgeld - zu Unrecht, entschieden die Richter des Landgerichts.

Ausschlaggebend sei, wer das sogenannte Totenfürsorgerecht inne hat und wie weit diese Entscheidungsbefugnis reicht. Grundsätzlich richtet sich dies vorrangig nach dem geäußerten oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Da der Ehemann vor seinem Tod nichts geäußert hatte, könne in diesem Fall die zweite Ehefrau die Entscheidungen treffen. Anders als vom Sohn vermutet, sind er und die Ehefrau in diesem Punkt nicht gleichberechtigt. Die zweite Ehefrau durfte hier allein über den Umgang mit dem Leichnam und die Beerdigung entscheiden - also auch darüber, ob der Leichnam offen aufgebahrt wird und wer diesen betrachten darf.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr