Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Unterhalt für Volljährige erkennt Finanzamt nicht immer an

Finanzen Unterhalt für Volljährige erkennt Finanzamt nicht immer an

Ob für das Kind, den Ex-Partner oder die eigenen Eltern: Wer Unterhalt zahlt, kann das steuerlich absetzen. Vorausgesetzt, das Finanzamt akzeptiert die Zahlungen - doch gerade volljährige Kindern haben nicht automatisch einen Anspruch auf Unterstützung.

Voriger Artikel
Wann sich für Anleger der Wechsel des Sparkontos lohnt
Nächster Artikel
Was Anleger bei einem Beratungsgespräch beachten sollten

Sind Kinder volljährig und arbeitsfähig, gelten beim Finanzamt strenge Regeln.

Quelle: Caroline Seidel

Berlin. Steuerpflichtige können ihre Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung angeben. Das Finanzamt erkennt sie in der Regel an. Doch wenn die Unterhaltsberechtigten volljährig und arbeitsfähig sind, gelten strengere Regeln.

Dann müssen die Kinder alles versuchen, um eine Arbeit zu finden - sonst gelten sie nicht als unterstützungsbedürftig. Das gilt auch, wenn die Kinder in einem anderen Land leben, wo es eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, entschieden die Richter des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 4 K 2254/14). Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin.

Im konkreten Fall ging es um einen Vater, dessen vier Kinder im Kosovo leben. In seiner Einkommenssteuererklärung gab er Zahlungen in Höhe von 4200 Euro als außergewöhnliche Belastungen an. Da seine volljährigen Kinder jedoch im arbeitsfähigen Alter seien, akzeptierte das Finanzamt die Aufwendungen nicht. Der Mann klagte dagegen.

Zu Unrecht. Grundsätzlich gehören Kinder zwar zum Kreis der Unterhaltsberechtigten - doch wenn sie volljährig sind, haben sie nicht automatisch auch einen Anspruch darauf, argumentierten die Richter des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz. Zwar gebe es im Kosovo seit 2013 verstärkt Arbeitslosigkeit, dennoch hätte der Vater beweisen müssen, dass seine Kinder mit allen möglichen Mitteln versucht hätten, Arbeit zu finden. Das habe er jedoch nicht ausreichend gemacht. Somit stimmten die Richter dem Finanzamt zu.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schlösserland Sachsen - Schlösserausflug
    Schlösserland Sachsen

    Schlösser, Burgen & Gärten - Besuchen Sie das Schlösserland Sachsen und erleben Sie die Sächsische Geschichte in ihrer schönsten Form. Erfahren... mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr