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Vier Tipps: Wie Eltern für ihre Kinder sparen können

Finanzen Vier Tipps: Wie Eltern für ihre Kinder sparen können

Kinder kosten Geld. Je größer sie werden, umso größer werden auch die Wünsche. Eltern sollten daher vorsorgen: Wer Löcher im Depot vermeiden will, beginnt am besten früh zu sparen. Dann kann sich der Nachwuchs später einiges leisten.

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Kleine Kinder, kleine Wünsche, große Kinder, große Wünsche: Wer früh Geld für den Nachwuchs beiseite legt, kann das Finanzpolster später für größere Anschaffungen nutzen.

Quelle: Alexander Heinl/dpa-tmn

Stuttgart. Schüleraustausch oder Führerschein - irgendwann haben Kinder größere Wünsche. Und die kosten oft richtig Geld. Eltern kann das vor finanzielle Herausforderungen stellen. Der Nachwuchs schlägt ja schon bei den laufenden Ausgaben kräftig zu Buche.

Für Eltern lohnt es sich daher, schon früh regelmäßig Geld beiseitezulegen. Denn je länger der Anlagezeitraum, desto größer ist die Chance, ein kleines Vermögen aufzubauen. Wer im ersten Jahr nach der Geburt mit dem Sparen beginnt, hat bis zum Schulende in der Regel 16 bis 18 Jahre Zeit. Vier Tipps:

- Ziele festlegen: "Die Zielsetzung spielt eine große Rolle", sagt Niels Nauhauser. "Geht es darum, Anschaffungen wie etwa ein Fahrrad zu finanzieren, kommt es eher auf Verfügbarkeit und Sicherheit an", sagt der Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In Betracht kommen dann eher flexible, verzinste Anlagen wie ein Tagesgeldkonto. Der Haken: Zinsen gibt es hier derzeit kaum. Laut FMH-Finanzberatung aus Frankfurt am Main zahlen die besten Anbieter bis zu 1,0 Prozent Zinsen für Neukunden - aber nur mit einer Zinsgarantie von sechs Monaten.

Soll das Polster langfristig aufgebaut werden, um später den Start in das Studium zu finanzieren, sind auch Festgelder mit einer Laufzeit von drei Jahren denkbar. Laut FMH gibt es derzeit immerhin bis zu 1,5 Prozent Zinsen. Auch Aktienfonds können dann in Betracht kommen. Hier gibt es zwar Kursrisiken, aber auch mehr Chancen auf Rendite.

- Sparrate bestimmen: Es müssen keine großen Sparsummen sein. "Man kann heute schon ab 25 Euro pro Monat in einen Fonds investieren", erklärt Andreas Görler. "So ist es auch möglich, 50 Euro in zwei Fonds mit unterschiedlichen Anlagephilosophien zu investieren", erläutert der Vermögensberater bei der Wellinvest - Pruschke & Kalm GmbH. Das Risiko ist so gestreut.

Vermögensverwalter Adrian Roestel hat noch einen anderen Tipp: "Ein guter Start wäre es, die monatliche Kindergeldzahlung als Mindest-Sparrate zu verwenden", rät der Leiter Portfoliomanagement von Huber, Reuss & Kollegen. Die Idee dahinter: "Wird der vom Staat überwiesene Betrag gleich angespart, fehlt er gar nicht erst in der Familienkasse, weil er nicht gedanklich zum verfügbaren Einkommen gerechnet wird." Wer direkt bei der Geburt des Kindes startet, kann so innerhalb von 18 Jahren über 40 000 Euro ansparen.

- Risikobereitschaft testen: Wie viel Risiko sind Eltern bereit zu tragen? Diese Frage spielt bei der Suche nach den passenden Anlageformen eine grundlegende Rolle. "An der Börse schwanken die Kurse", erklärt Nauhauser. "Und das müssen Sparer auch aushalten können." Langfristig machen Anleger an den Aktienmärkten aber in der Regel Gewinn. Wer einen Sparplan angelegt hat, kann bei schwankenden Kursen zudem einen Vorteil haben, ergänzt Titus Schlösser. "Mit einem Sparplan nutzt man den Cost Average Effekt" erläutert der Geschäftsführer der Portfolio Concept Vermögensmanagement GmbH. Das Risiko, bei Höchstkursen einzusteigen, wird reduziert, weil Anleger bei fallenden Kursen mehr Anteile für ihr Geld erhalten. Der durchschnittliche Anteilspreis sinkt also.

- Laufzeit festlegen: Nicht nur die Sparrate, auch die Spardauer hat einen großen Einfluss auf das Ergebnis. Denn je länger gespart werden kann, desto größer die Aussicht auf Erfolg. Experten raten daher oft zu Aktien. "In den letzten 50 Jahren musste ein Anleger, der 10 Jahre lang in den Deutschen Aktienindex Dax investiert war, nur in 3 Jahren einen Verlust hinnehmen", erklärt Roestel.

(Die genannten Zinssätze wurden erhoben am 18.09.2017.)

dpa

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