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Buchhaltung 2013: E-Bilanz bringt große Änderungen mit sich

ANZEIGE Buchhaltung 2013: E-Bilanz bringt große Änderungen mit sich

Vom Fiskus gefordert, von der Wirtschaft wegen des enormen Aufwandes und technischer Mängel immer wieder abgelehnt: Was seit Jahren schon eingeführt werden sollte und mehrfach verschoben wurde, ist mit dem Januar 2013 nun endgültig verbindlich.

Die E-Bilanz wird eingeführt. Mit dem Wirtschaftsjahr müssen alle Unternehmen, die zur Buchführung verpflichtet sind, ihre Bilanzdaten an die Finanzbehörde in elektronischer Form übermitteln.

Was sich technisch sehr formal anhört, ist in der Praxis freilich mit enormen Umstellungen verbunden. Denn der Kreis derer, die zur Einführung der elektronischen Bilanz verpflichtet sind, muss nicht nur die technischen Voraussetzungen schaffen und das Personal schulen: Er muss vor allem dafür sorgen, dass die Buchhaltung auch im Wirtschaftsjahr 2013 reibungslos weiterläuft und sämtliche Angaben korrekt erfasst werden.

Viele Maßnahmen nötig

Die Einführung der Bilanz verlangt verschiedene Maßnahmen. So sollten unbedingt der Steuerberater und der Anbieter der Buchhaltungssoftware kontaktiert werden, um auf diese Weise die konkreten Maßnahmen diskutierten zu können. Darüber hinaus ist es unabdingbar, das Personal zu schulen. Die Umstellung der Buchhaltung ist mit erheblichen Veränderungen verbunden. Nicht betroffen von diesen Veränderungen sind jene Unternehmer, die ihren Gewinn im Zuge einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach §4 Abs. 3 des EStG ermitteln. Bei Betriebseinnahmen von mehr als 17.500 Euro übermitteln diese Unternehmer ihrer Angaben mit dem Formular EÜR weiterhin elektronisch an das Finanzamt.

Wer dagegen nach Handels- oder Steuerrecht bilanziert, der ist zur Übermittlung als E-Bilanz verpflichtet. Allerdings gibt es Übergangsfristen, die das Finanzamt für ausgewählte Bereiche festgelegt hat, um unnötige Turbulenzen in Zukunft zu vermeiden. So sind ausländische Betriebsstätten inländischer Unternehmer oder inländische Betriebsstätten ausländischer Unternehmer erst für Wirtschaftsjahre frühestens ab 2015 verpflichtet. Im konkreten Einzelfall kann der Steuerberater sicher einen verbindlichen Rat geben, ob die Einführung der E-Bilanz nötig ist. Für 2013 sind ebenfalls Unternehmen mit abweichenden Wirtschaftsjahren ausgenommen. Wer beispielsweise vom 01.09.2013 bis zum 31.08.2014 bilanziert, der muss erst im Folgejahr seine Buchhaltung umstellen.

Vorbereitung möglichst früh beginnen

Immer wieder ist bei befragten Unternehmen festzustellen, dass sich diese noch gar nicht mit der Umstellung ihrer Buchhaltung beschäftigt haben. Schließlich, so deren Argument, sei die Bilanz ja erst bis zum 31. Dezember 2014 bei der Finanzbehörde einzureichen. Formal ist das richtig. Dennoch empfiehlt es sich, bereits mit Stand Januar 2013 neue und speziell für die E-Bilanz angedachte Konten einzurichten. Dies erspart dem Steuerberater ein späteres Umbuchen der einzelnen Posten. Auch wenn gelegentlich ins Feld geführt wird, dass ein Umbuchen doch gar nicht so schwierig sein könne, so zeigt sich, dass der Aufwand durchaus größer als vermutet sein kann. Schließlich ergeben sich ab 2013 beider Buchhaltung neue Gliederungstiefen.

Diese betreffen den Wareneinkauf und sind aufgeschlüsselt nach Höhe der Vorsteuer, aber auch nach Einkauf oder Wareneingang. Unter Umständen kann ein Umbuchen also mehrere Tausend Positionen umfassen, was mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre.

Lohnkontenabrechnung ändert sich

Änderungen in der Buchhaltung ergeben sich ab 2013 im Bereich der Lohnkonten. Für Minijobber und für Normalangestellt sind ab 2013 verschiedene Konten zu führen. Ein einziges Konto für den Posten "Lohnaufwand" ist dann nicht mehr tauglich für eine E-Bilanz. Auch hier ist es ratsam, von Anfang an neu zu kontieren. Im Gespräch mit dem Steuerberater sollte deshalb möglichst frühzeitig entschieden werden, ob die Beträge gleich nach steuerlichen Vorgaben gebucht werden sollen oder ob nach Handelsrecht mit Erstellung einer Überleistungsrechnung bei den Jahresabschlussarbeiten gebucht werden soll.

Übrigens: Ist die Einführung einer E-Bilanz mit einem Härtefall verbunden, kann beim Finanzamt ein Antrag auf Ausnahme gestellt werden. Solche unbilligen Härten liegen dann vor, wenn beispielsweise mit der Einführung der E-Bilanz hohe finanzielle Kosten verbunden wären. In diesem Fall kann entschieden werden, dass die Unternehmen ihre Bilanzen weiter auf Papier einreichen dürfen.

Wer darüber hinaus noch Fragen zum Thema hat: Weitere Informationen rund um das Thema Buchhaltung finden Sie hier!

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