Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Pilz vernichtet Buchs: Resistenz unterscheidet sich

Freizeit Pilz vernichtet Buchs: Resistenz unterscheidet sich

Der Buchs bekommt braune Flecken, Blätter fallen ab, dann sterben ganze Triebe weg: Ein Pilz setzt dieses Jahr vielen Buchsbäumen zu. Ist der Befall besonders schlimm, geht die Pflanze ein. Behandeln lässt sich die Krankheit kaum - aber Hobbygärtner können vorbeugen.

Voriger Artikel
Blumenwiese statt Rasen: Gartenfläche nicht betreten
Nächster Artikel
Zwei Bleiwurze im Garten: Südafrikas und Chinas edler Export

Wenn der Pilz Cylindrocladium buxicola den Buchs befällt, werden dessen Blätter braun, und die Triebe sterben nach und nach ab. Foto: Andrea Warnecke

Bonn. Dieses Problem haben Hobbygärtner zwar jedes Jahr, doch in diesem Sommer ist der Befall besonders stark: Die Triebe vieler Buchsbäume sind von einem Pilz befallen und sterben ab. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin.

Der Erreger Cylindrocladium buxicola konnte sich durch die regenreiche Witterung gut entwickeln. Seine Sporen lassen sich über den Wind an Trieben und Blättern nieder, dringen dann - zum Beispiel durch Wunden vom Rückschnitt - in das Gehölz ein und befallen die Pflanze. Erst bilden sich braune Flecken an den Blättern, und die Triebe bekommen schwarzen Streifen. Anschließend fallen die Blätter ab, die Triebe sterben - und in der Folge teils die ganze Pflanze.

Besonders anfällig ist laut den Experten die Sorte Buxus sempervirens 'Suffruticosa'. Wollen Hobbygärtner dem Befall vorbeugen, sollten sie zu eher widerstandsfähigen Sorten wie Buxus microphylla 'Faulkner' und 'Herrenhausen' greifen sowie zu den Pflanzen mit der botanischen Bezeichnung Buxus sempervirens var. arborescens. Diese sind nach Angaben der Landwirtschaftskammer kaum betroffen.

Ein Problem für den Hobbygärtner ist, dass er den Befall und das erste Stadium, die Braunfärbung, anfangs nur schwer entdeckt. Dann hilft laut der Kammer nur noch ein Rückschnitt der befallenen Teile. Stark erkrankte Pflanzen werden am besten komplett entfernt. Wichtig ist, anschließend die Gartenschere gut zu reinigen und zu desinfizieren, damit sich Sporen nicht über sie auf andere Pflanzen übertragen. Gut für die Reinigung eignet sich 70-prozentiger Alkohol.

Auch das abgeschnittene oder abgefallene Grün muss mit Umsicht behandelt werden: Es darf nicht auf dem Kompost landen, sondern wird über den Hausmüll entsorgt. Die Experten raten auch dazu, die oberste Schicht Boden um die Pflanze herum zu entfernen, denn der Pilz kann darin über mehrere Jahre überdauern.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Finden Sie auf lvz-immo.de - dem Immobilienportal der LVZ - Ihre neue Wohnung in Leipzig! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr