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Natur braucht keine Termine: Die phänologischen Jahreszeiten

Freizeit Natur braucht keine Termine: Die phänologischen Jahreszeiten

Am 1. Dezember war der meteorologische Winterbeginn, erst am 22. ist in diesem Jahr der kalendarische Winterbeginn. Aber die Natur hält sich nicht unbedingt an diese von Menschen festgelegten Einheiten.

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Frost ziert eine Wiese.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin (dpa/tmn) - Für Biologen und Gärtner sind nicht nur die meteorologischen Jahreszeiten relevant, sondern auch die phänologischen. Sie beginnen und enden nicht an einem festen Datum, sondern richten sich jedes Jahr nach von der Witterung abhängigen Entwicklungen in der Natur.

Mal schneit es früher, mal später im Winter. Mal treiben die Kirschen früher aus, mal sind bestimmte Obstsorten später reif. Durch die Erhebung solcher Reifedaten der Pflanzen konnte auch festgestellt werden, dass ab 1990 der Winter immer kürzer wird und die Vegetationsperiode der Pflanzen immer früher anfängt, erklärt der Deutsche Wetterdienst. Er gibt seine regionalen Daten online weiter - Hobbygärtner können so zum Beispiel ihre Pflegemaßnahmen abstimmen.

Es gibt zehn phänologische Jahreszeiten, denen jeweils sogenannte Zeigerpflanzen zugeordnet sind. Zeigen diese bestimmte Eigenschaften an, sind das Indizien für den Beginn dieses Zeitabschnitts, erklärt der Naturschutzbund. Ein Überblick:

Winter: Er beginnt mit dem Auflaufen des Winterweizens und endet mit dem Beginn der Haselblüte.

Vorfrühling: Beginnt mit der Blüte von Hasel, Schneeglöckchen und Märzenbecher. Die Blüte der Salweide markiert das Ende.

Erstfrühling: Den Beginn markiert die Forsythienblüte sowie die Blüte von Beerensträuchern wie die Stachelbeere und Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne. Auch Schlehe und Ahorn sollten blühen, Birke und Buchen entwickeln ihr Laub.

Der Vollfrühling: Jetzt stehen Apfel, Flieder und Rosskastanie in Blüte, Eiche und Hainbuche entfalten ihr Laub.

Frühsommer: Holunder, Roggen und Robinie blühen, und die Wiesen und Getreidefelder erreichen den Höhepunkt ihrer Blüte. Der Frühsommer endet mit der ersten Heumahd.

Hochsommer: Jetzt sind Johannisbeeren und Winterroggen reif, die Linde blüht.

Spätsommer: Frühe Obstsorten sind reif, Getreide wird geerntet, und die zweite Heumahd steht an. Auch die Heide blüht.

Frühherbst:  Die Herbstzeitlosen erblühen, Holunder und Rosskastanien sind reif. Und die Obsternte erreicht ihren Höhepunkt.

Vollherbst: Das Laub verfärbt sich, und Kartoffeln werden geerntet.

Spätherbst: Jetzt fällt das Laub, und die Vegetationsperiode endet.

dpa

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