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8 von 10 Deutschen kennen ihren Harnsäurewert nicht

ANZEIGE 8 von 10 Deutschen kennen ihren Harnsäurewert nicht

Wie aufgeklärt ist Deutschland in Sachen Gicht? Dieser Frage ging eine repräsentative Umfrage¹ anlässlich des Welt-Gicht-Tags am 22. Mai auf den Grund – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Wenn plötzliche, heftige Schmerzen, meist im großen Zeh, das Schlafen unmöglich machen, könnte Gicht dahinter stecken.

Quelle: Berlin-Chemie/akz-i

Als reine Männerkrankheit wird Gicht zwar nicht mehr betrachtet. Unterschätzt wird jedoch das Risiko, das auch Frauen mit steigendem Alter haben. Davon hat nur jeder vierte schon etwas gehört. Fakt ist aber, dass ab 45 Jahren die Östrogenproduktion stetig abnimmt – und es ist genau dieses Hormon, das in den Jahren zuvor seine schützende Wirkung entfaltet. Deshalb „ziehen“ Frauen in Sachen Gicht nach der Menopause nach, auch wenn Männer nach wie vor häufiger betroffen sind.

Wie die Umfrage gezeigt hat, wissen 17 Prozent der Deutschen bereits, dass die Gene in Sachen Gicht auch eine Rolle spielen können. Knapp jeder Vierte denkt zudem, dass auch eine Nierenfunktionsstörung eine Gicht auslösen kann. Den Zusammenhang haben die Befragten also richtig erkannt, sind doch die Nieren von Betroffenen in der Regel nicht in der Lage, ausreichend Harnsäure auszuscheiden.

Während 24 Prozent keinen typischen Gicht-Auslöser kennen, gehen 36 Prozent der Befragten davon aus, dass purinreiche Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Dass Fleisch und Innereien zu den Lebensmitteln zählen, die Gicht-Patienten besser meiden sollten, hat auch schon mehr als die Hälfte der Deutschen gehört. Jedoch wissen gerade einmal sieben Prozent, dass auch von Fruchtzucker eine Gefahr ausgehen kann. Denn der lässt die Harnsäure ebenfalls in die Höhe schnellen.

Generell wird die Rolle der Harnsäure von den meisten aber noch unterschätzt, denn 8 von 10 Deutschen kennen ihren Harnsäurewert nicht. Liegt der aber dauerhaft über 6 mg/dl (360 µmol/l), kann das zu schmerzhaften Gichtanfällen und -knoten führen sowie Herz und Nieren belasten. Dass eine Ernährungsumstellung helfen kann, denken zu Recht 70 Prozent, jedoch sind in vielen Fällen auch harnsäuresenkende Medikamente nötig. Denn nur so kann die Harnsäure dauerhaft unter den Zielwert von 6 mg/dl gesenkt werden.
¹Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt. An der Befragung nahmen 1.045 Erwachsene teil. Die Erhebung fand zwischen dem 20.01. und dem 22.01.2015 statt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).

akz-i

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