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Aktiv in den Tag starten: Morgenrituale sind Pause vom Alltag

Arbeit Aktiv in den Tag starten: Morgenrituale sind Pause vom Alltag

Duschen, anziehen und los: Morgens ist in der Regel immer nur Zeit für das Nötigste. Wer sich nach dem Aufstehen allerdings kleine Freiräume schafft, kann den Tag viel bewusster beginnen und ist entspannt im Büro.

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Morgens eine Tasse Kaffee trinken - klingt selbstverständlich. Doch wer sich ganz bewusst dafür Zeit nimmt, startet entspannter in den Tag.

Quelle: Jens Kalaene

Freudenberg. Viele verbinden mit dem Aufstehen Stress - oder zumindest ein unangenehmes Gefühl. Der Wecker setzt der Nacht ein jähes Ende, mancher drückt so lange auf die Schlummertaste bis es wirklich eng wird. Und dann ist kaum noch Zeit für eine Tasse Kaffee, denn die Arbeit ruft.

Rituale können helfen, den Morgen entspannter und bewusster zu gestalten - und haben so einen positiven Effekt auf den Arbeitstag. "Doch so ein Ritual sollte eben nichts mit der Arbeit oder dem Alltag zu tun haben", sagt Juliane Dreisbach. Sie ist Psychologin und Coach in Freudenberg bei Köln.

Wer sich also morgens vornimmt, schon mal E-Mails zu checken, macht etwas falsch. Ein Ritual sollte stattdessen eine Pause vom Alltag sein, die hilft, positiv in den Tag zu starten. "Für manche ist es das Größte, morgens um fünf Uhr aufzustehen und eine Stunde joggen zu gehen", sagt Dreisbach. Doch es muss nicht gleich so extrem sein. "Das passt auch nicht zu jedem."

Stattdessen kann es eine kleine Fitnessübung sein oder einfach eine Tasse Tee oder Kaffee, für die man sich ganz bewusst Zeit nimmt. Wer möchte, kann auch etwas früher aufstehen, um Texte oder Zeitung zu lesen. "Es geht um Kleinigkeiten, die helfen, den Morgen bewusster zu gestalten."

Natürlich gehört zu einem Ritual auch etwas Disziplin - doch es sollte immer Freude bereiten. Deshalb ist es auch keine gute Idee, sich zu etwas zu zwingen. "Es muss ohne Mühe passen." Wer sich also wirklich überwinden muss, morgens Sport zu machen oder überhaupt früher als nötig aufzustehen, sollte dies auch nicht tun.

Stattdessen hilft es dann, schon am Abend den Morgen vorzubereiten. Denn wer sich morgens dreimal umziehen muss, weil der Blazer nicht zur Hose passt, ist schon gestresst. Dreisbach rät, abends die Kleider zurechtzulegen und auch schon wichtige Unterlagen für den Tag zu sortieren. Denn alles, was morgens nicht mehr erledigt werden muss, gestaltet den Start in den Tag entspannter. "So kann man sich abends schon positiv auf den Morgen einstimmen", sagt die Expertin.

Wer sich morgens um die Kinder kümmern muss, hat möglicherweise doppelt Stress. Sinnvoll ist es dann, sich Arbeiten etwa mit dem Partner genau aufzuteilen. Während der eine für die Frühstücksbrote zuständig ist, kümmert sich der andere um den Kaffee. "Auch solche Dinge können schon eine Art Ritual sein", findet Dreisbach. "Sie reduzieren die Hektik am Morgen und sind Pfeiler zur Orientierung für den Tag."

dpa

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