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Auf den Schlaganfall folgt häufig eine Depression

Gesundheit Auf den Schlaganfall folgt häufig eine Depression

Motorische Einschränkungen oder Sprachstörungen verbinden die meisten mit einem Schlaganfall. Doch auch die Persönlichkeit kann sich verändern. Manche Patienten werden sogar depressiv. Das erschwert eine Rehabilitation zusätzlich.

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Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, können im Anschluss an einer Depression erkranken.

Quelle: Peter Steffen/dpa

Gütersloh. Rund ein Drittel der Schlaganfallpatienten entwickelt drei bis sechs Monate später eine Depression. Weil Betroffenen die anstrengende Rehabilitation damit eher schwerfällt, ist es wichtig, diese sogenannte Post Stroke Depression (PSD) möglichst früh zu erkennen und zu behandeln.

Zeichen für eine PSD sind Antriebslosigkeit, Schuldgefühle, Schlafstörungen und eine allgemein gedrückte Stimmung, die mindestens zwei Wochen anhält. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hin. Bemerken Angehörige oder Freunde solche Symptome bei einem Schlaganfallpatienten, sollten sie ihn ermutigen, einen Arzt aufzusuchen. Es gehört zur Depression, dass der Betroffene selbst wenig Antrieb verspürt, über seine Gefühle zu sprechen.

Zu den Symptomen kommt es wahrscheinlich einerseits durch die Verletzung des Gehirns. Hinzu kommen die Einschränkungen, mit denen viele Schlaganfallpatienten leben müssen. Ähnlich wie bei der Depression, die nach einer Geburt vorkommen kann, spielen auch Hormone eine Rolle, vermuten Ärzte.

Mit Medikamenten und einer Psychotherapie lässt sich diese spezielle Form der Depression in der Regel gut behandeln: "Für alle Beteiligten ist es wichtig zu wissen, dass es meist eine zwar lang dauernde, aber vorübergehende Phase ist und damit eine gute Prognose besteht", betont Prof. Mario Siebler aus Essen, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Rund 270 000 Menschen erleiden in Deutschland pro Jahr einen Schlaganfall. Zur PSD neigen Patienten, die vorher schon depressiv Episoden durchgemacht haben, eher als andere. Alleinstehende Patienten und Frauen sind ebenfalls etwas häufiger betroffen.

dpa

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