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Knollenblätterpilz kann schon in kleinen Mengen tödlich sein

Gesundheit Knollenblätterpilz kann schon in kleinen Mengen tödlich sein

Achtung, Lebensgefahr! Pilzsammler sollten sich vor dem Grünen Knollenblätterpilz in Acht nehmen. Er sieht aus wie seine essbaren Artgenossen und schmeckt nicht schlecht, doch er ruft schwere Vergiftungen hervor.

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Wegen des vielen Regens sprießen die Pilze in diesem Jahr schon früh. Wer sich nicht genau auskennt, sollte vom Sammeln aber besser absehen. Dieses Exemplar zum Beispiel, der Grüne Knollenblätterpliz, sieht harmlos aus - schon kleine Mengen können jedoch eine lebensbedrohliche Vergiftung auslösen.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Düsseldorf/Hannover. Wer Pilze isst, die er nicht genau bestimmen kann, riskiert eine lebensbedrohliche Vergiftung. Den Giftnotruf der Berliner Charité erreichten in den vergangenen Wochen viele Anfragen zu vermuteten oder tatsächlichen Pilzvergiftungen.

"Uns fällt eine Zunahme an Fällen auf, die Menschen betreffen, die einfach mal Lust hatten, Pilze zu sammeln, ohne sich auszukennen", berichtet Humantoxikologin Friederike Wittchen

Vor allem Asylsuchende vergiften sich immer wieder an Grünen Knollenblätterpilzen, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Diese

Pilze ähneln ungiftigen Arten aus anderen Teilen der Welt, können aber schon in kleinen Mengen tödlich sein.

Das Tückische: Die Pilze schmecken nicht unangenehm, und erste Symptome wie Durchfall oder Erbrechen zeigen sich erst nach mehreren Stunden. Danach scheint es dem Betroffenen zunächst besser zu gehen. Nach einem bis vier Tagen beginnt jedoch eine Schädigung der Leber.

Die Medizinische Hochschule Hannover rät auf einem Plakat in mehreren Sprachen, bei einem Verdacht auf eine Pilzvergiftung sofort ins Krankenhaus zu fahren. Reste des gesammelten Pilzes oder auch von Erbrochenem sollten Betroffene mitnehmen. Die Klinik kann so leichter bestimmen, um welchen Pilz es sich handelt.

dpa

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