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Leicht essen und kalte Güsse: Hitzetipps für Urlauber

Gesundheit Leicht essen und kalte Güsse: Hitzetipps für Urlauber

Wellen schwappen an den Strand, der Himmel knallblau, kein Lüftchen geht - so muss ein Sommerurlaub sein. Knacken die Temperaturen dann jedoch die 40-Grad-Marke, wird die Hitze zur Herausforderung. Damit der Kreislauf nicht schlappmacht, können Reisende einiges tun.

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Trinken, trinken, trinken: Nichts ist wichtiger, um dem Körper während einer Hitzeperiode zu helfen.

Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Bremen. Viele zieht es im Sommer dorthin, wo es richtig warm werden kann: nach Mallorca, Italien, Griechenland oder Portugal zum Beispiel. Steigen dort die Temperaturen auf mehr als 35 Grad, wird aus der wohligen Wärme aber schnell kaum erträgliche Hitze.

Sieben Tipps, wie man bei solchem Wetter kühlen Kopf bewahrt, von Hans Michael Mühlenfeld, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Bremen:

1. Viel trinken: Das haben die meisten schon mal gehört, aber mit der Umsetzung hapert es hier und da. Eine feste Trinkmenge empfehlen Ärzte nicht mehr. Entscheidender ist, was man trinkt: am besten Saftschorlen mit einem Teil Fruchtsaft und drei Teilen Wasser. Auch Tee versorgt den Körper mit Flüssigkeit. Eiskalt sollten die Getränke jedoch nicht sein, denn der Körper braucht dann Energie, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu bringen. Für den Frischekick besser einen Spritzer Zitrone ins Wasser geben.

2. Leicht essen: Der Körper hat mit der Hitze genug zu tun - mit fetthaltigem Essen sollte man ihn nicht zusätzlich belasten. Wasserhaltiges Obst wie Melone oder Pfirsich ist dagegen ideal, denn es versorgt den Körper zugleich mit Flüssigkeit. Ansonsten sollten die Speisen leicht verdaulich sein. Es lohnt sich, einen Blick auf die klassischen Speisekarten der Länder zu werfen, in denen es traditionell sehr heiß wird: die arabischen Länder zum Beispiel.

3. Gut belüften: Leichte Luftbewegung aus dem geöffneten Fenster oder von einem Ventilator hilft, wenn es bei Hitze ans Einschlafen geht. Bei 30 Grad oder mehr ist das alles andere als einfach. Kühl hält den Körper ein feiner Sprühnebel aus einem Wasservernebler, wie man ihn zum Beispiel für Blumen kaufen kann. Einfach vor dem Schlafengehen auf die Haut sprühen, die Tröpfchen verdunsten nach und nach. Ungünstig ist dagegen eine eingeschaltete Klimaanlage. Erstens übertreibt es mancher und stellt das Gerät auf 18 Grad, so dass der Körper nachts völlig auskühlt. Zum anderen trocknen Klimaanlagen die Luft und damit die Atemwege aus. Das macht anfälliger für Infekte.

4. Nicht zu kalt duschen: Es ist zwar verlockend, den überhitzten Körper eiskalt abzubrausen. Er reagiert aber darauf, indem er sich noch schneller wieder aufheizt. Außerdem versagt schon mal der Kreislauf, wenn die Abkühlung zu radikal erfolgt. Besser sind eine lauwarme Dusche oder kalte Güsse. Mit der Dusche wandert man dabei langsam über die Füße und die Beine rauf und wieder herunter.

5. Bei großer Hitze drinnen bleiben: Zeigt das Thermometer mehr als die Körpertemperatur an, ist es am besten, drinnen zu bleiben. Der Gang zum Strand lohnt sich dann nur noch, wenn es sich dort dank des Windes vom Meer am besten aushalten lässt. Dann aber sollten Urlauber schon früh morgens hingehen, den ganzen Tag im Schatten bleiben, besonders viel trinken und sich nicht zu viel bewegen. Beachvolleyball-Matches sind bei mehr als 35 Grad im Schatten Tabu.

6. Auf Kinder besonders Acht geben: Während Erwachsene in der Regel spüren, wenn sie austrocknen oder wenn ihnen zu warm wird, ist das bei Kindern häufig nicht der Fall. Eltern oder Großeltern sind dafür verantwortlich, dass sie nicht überhitzen und sich in der Sonne keinen Sonnenbrand holen. Also: Kinder regelmäßig mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen, häufiger als sonst Wasser, Saftschorlen oder Tee anbieten und darauf achten, dass sie im Schatten bleiben.

7. Auf den eigenen Körper hören: Lange bevor jemand wegen zu hoher Temperaturen umkippt, sendet der Körper normalerweise Warnsignale. Wird einem schwindlig oder übel oder schmerzt der Kopf, heißt es: unbedingt ins Haus gehen, für Abkühlung sorgen und etwas trinken.

dpa

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