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Schmerzmittel können Dauer-Kopfschmerzen auslösen

Gesundheit Schmerzmittel können Dauer-Kopfschmerzen auslösen

Wer zu viel Schmerzmittel einnimmt, kann davon Dauer-Kopfschmerzen bekommen. Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol lösen unter Umständen einen dumpfen, drückenden Kopfschmerz aus.

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Wer häufig Kopfschmerzen hat, nimmt vielleicht auch oft Schmerztabletten. Die können aber für Dauer-Kopfschmerzen sorgen.

Quelle: Monique Wüstenhagen

Krefeld. Von Dauer-Kopfschmerzen sind besonders häufig Menschen mit Migräne betroffen, weil sie recht häufig Schmerzmittel einnehmen. Die Einnahme spezieller Migräne-Medikamente kann unter Umständen zu häufigeren Attacken führen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin.

"Wenn sich ein Dauerkopfschmerz entwickelt hat, muss die Einnahme jeglicher Schmerzmittel für mindestens 14 Tage ausgesetzt werden", rät Frank Bergmann vom BVDN. "Etwa 80 Prozent der Betroffenen geht es danach besser." Ohne Anweisung vom Arzt sollte man Schmerzmittel und spezielle Migräne-Medikamente nicht häufiger als zehnmal im Monat und nicht länger als drei Tage nehmen. Wer häufig Kopfschmerzen hat, sollte zum Facharzt gehen. Der kann die Art des Kopfschmerzes bestimmen und entsprechend behandeln.

Bei Migräne helfen unter Umständen nicht nur Medikamente: "So können beispielsweise Ausdauersportarten wie Schwimmen, Fahrradfahren oder Nordic Walking die Häufigkeit von Migräne-Attacken verringern", sagt Bergmann. "Auch eine verbesserte Selbstwahrnehmung hilft zu erkennen, wann man eine Ruhepause braucht." Techniken wie etwa die progressive Muskelentspannung tragen zur Entspannung bei.

Migräne mit Medikamenten vorzubeugen, wird nur bestimmten Betroffenen empfohlen: Etwa wenn eine gezielte Behandlung der Attacken bisher nicht geholfen hat, Medikamente zur Akutbehandlung von Migräne schlecht vertragen werden, monatlich mehr als drei Attacken auftreten oder die Lebensqualität stark eingeschränkt ist. Migräne ist laut BVDN eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen: In Deutschland sind etwa 12 bis 14 Prozent der Frauen und 6 bis 8 Prozent der Männer betroffen.

dpa

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