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Umhören und hinschauen: Wie man einen guten Zahnarzt erkennt

Gesundheit Umhören und hinschauen: Wie man einen guten Zahnarzt erkennt

Service, Beratung, Behandlung - nicht alle Zahnärzte bieten die gleiche Qualität. Tipps von Freunden können bei der Suche helfen. Wenn man sich das erste Mal beim Arzt auf den Stuhl setzt, kann man anhand einiger Kriterien auf die Qualität schließen.

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Dr. Thea Lingohr ist Zahnärztin mit den Tätigkeitsschwerpunkten Implantologie, Parodontologie und Ästhetischen Zahnheilkunde und Fachärztin für Oralchirurgie. Zudem ist sie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

Quelle: Henning Kaiser

Würzburg. Ohne gesunde Zähne steht man recht blöd da: Das Kauen bereitet Probleme, man hat Schmerzen und schön sehen Karies und Zahnstein nicht aus. Damit es nicht soweit kommt, ist Vorsorge wichtig. Neben guter Mundhygiene gehören dazu regelmäßige Besuche bei einem kompetenten Zahnarzt.

"Häufig stellt sich erst nach mehreren Jahren heraus, ob ein Zahnarzt wirklich gut ist", erklärt Kai Fortelka, Sprecher der

Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Er empfiehlt, Online-Recherche zu betreiben und sich im Bekanntenkreis umzuhören. Zusätzlich sind folgende Kriterien wichtig:

Untersuchung: Beim ersten Besuch werden etwa Grunderkrankungen abgefragt. Außerdem sollte der Mediziner sorgfältig untersuchen. "Da nicht alles mit bloßem Auge erkennbar ist, kann es sinnvoll sein, eine Lupenbrille zu nutzen und zu röntgen, um versteckte Schäden wie Zahnwurzel- und Zahnzwischenraumkaries zu entdecken", sagt der Würzburger Zahnarzt Dominic Mayer von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Bei späteren Kontrollterminen muss nicht immer der gleiche Aufwand betrieben werden. Die Mundgesundheit sollte jedoch stets gewissenhaft dokumentiert werden, weshalb eine extrem schnelle Untersuchung negativ zu bewerten ist.

Beratung: Vor einem Eingriff haben Patienten Recht auf ein Beratungsgespräch, in dem ihnen alles verständlich erklärt wird. Dabei sollten alle Therapieoptionen samt ihrer Vor- und Nachteile und der anfallenden Kosten vorgestellt werden. Sie bekommen ausreichend Bedenkzeit und werden nicht zu etwas gedrängt, sondern in ihren Wünschen respektiert. "Wir weisen stets darauf hin, welche Lösungen wir für geeignet erachten und daher auch empfehlen", sagt die Kölner Zahnärztin Thea Lingohr, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ). Die Entscheidung, welche Maßnahme ergriffen wird, obliegt aber letztlich dem Patienten.

Behandlung: "Ein guter Zahnarzt handelt gemäß dem Motto "Vorbeugen ist besser als Heilen"", erklärt Mayer. So lege er etwa viel Wert auf Prophylaxemaßnahmen wie professionelle Zahnreinigung und nehme sich Zeit, seinen Patienten zu erklären, wie effektive Zahnpflege aussieht. "Außerdem ist er immer darum bemüht, so viel gesunde Zahnsubstanz wie möglich zu erhalten. Das bedeutet frühzeitiges Handeln und schonende, minimalinvasive Therapiemethoden."

Service: Zahnärzte sollten einen gewissen Service bieten. Dazu gehört es, Wartezeiten gering zu halten und Patienten bei Verzögerungen frühzeitig zu informieren. Darüber hinaus ist Teil des Service einer guten Praxis etwa, dass an Kontrolltermine erinnert wird oder dass Arzt und Praxisteam sich Zeit für die Beantwortung von Fragen nehmen.

Hygiene: Eine Zahnarztpraxis sollte einen sauberen, gepflegten Eindruck machen. Besonders genau sollte man das Therapiezimmer samt Geräten und Zahnarztbesteck in Augenschein nehmen. Das muss hygienisch einwandfrei sein. Außerdem ist es von Belang, dass der Behandler und sein Team während der Therapiesitzung saubere Arbeitskleidung, sterile Einweghandschuhe und Mundschutz tragen.

Technik: Teure Hightech-Spezialgeräte machen noch keine gute Praxis. Eine offensichtlich veraltete Behandlungseinheit ist jedoch ein Negativkriterium, da sie eingeschränkte Möglichkeiten bedeuten kann. Laut KZBV-Sprecher Fortelka sollte die Praxis der Wahl technisch möglichst auf aktuellem wissenschaftlichen Stand sein.

dpa

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