Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Wie bleibe ich gesund, wie werden ich gesund? Der LVZ-Ratgeber Gesundheit hilft weiter.
Google+ Instagram YouTube
Viele Gesundheitskarten sind nicht mehr gültig

Gesundheit Viele Gesundheitskarten sind nicht mehr gültig

In der Arztpraxis kann die erste Generation elektronischer Versichertenkarten nicht mehr eingelesen werden. Das Problem: Ob die eigene Karte betroffen ist, lässt sich oft nicht erkennen. Was tun?

Voriger Artikel
Zusätzliche Einnahme von Vitamin D nicht immer sinnvoll
Nächster Artikel
Ältere und Pfleger sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Ältere Gesundheitskarten mit dem Kürzel «G1» sind oft nicht mehr beim Arzt einlesbar.

Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Düsseldorf. Viele Gesundheitskarten können seit Anfang Oktober nicht mehr in Arztpraxen eingelesen werden. Für Patienten kann das eine etwas umständlichere Prozedur bedeuten.

Betroffen sind der

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zufolge Gesundheitskarten der sogenannten ersten Generation. Krankenkassen haben Versicherten schon Karten der neueren und weiterhin gültigen Generation 1 Plus oder 2 zuschickt, erklärt der

GKV-Spitzenverband.

Ein bundesweites Problem beim Einlesen fürchtet man darum nicht. Dennoch dürfte es einige Versicherte geben, die ihre Karte nicht ausgetauscht haben. Zum Beispiel, weil sie den Begleitbrief der Kasse nicht gelesen haben und dachten, dass die alte Karte noch in Ordnung ist und man deshalb keine Neue brauche, so eine Verbandssprecherin.

Das Problem: Ob die eigene Karte nicht mehr einzulesen ist, lässt sich nicht sicher feststellen. Karten der ersten Generation tragen das Kürzel "G1" oben rechts auf der Vorderseite - genau wie Karten der weiterhin gültigen Generation 1 Plus. Sie seien optisch nicht zu unterscheiden, sagt die Verbandssprecherin. Klar erkennbar sind Karten der zweiten Generation, die das Kürzel "G2" tragen.

Was heißt das für Krankenversicherte, die eine "G1"-Karte haben und nicht sicher sind, ob sie diese schon einmal ausgetauscht haben? Sie können im Prinzip nur bei ihrem nächsten Arztbesuch herausfinden, ob ihr Karte einlesbar ist oder nicht. Stellt sich in der Praxis heraus, dass die Karte veraltet ist, sollte man rasch bei seiner Kasse eine neue Karte anfragen oder die alte gegen die neue Karte austauschen, wenn man diese noch ungebraucht daheim herumliegen hat.

Sorgen, dass sie vom Arzt abgewiesen werden, wenn ihre Karte nicht einlesbar ist, müssen Patienten nicht haben. Ihre Daten müssen dann am Tresen händisch erhoben werden, so die Verbraucherschützer. Danach muss man noch unterschreiben, dass man bei der entsprechenden Kasse versichert ist. Eine Privatrechnung darf der Arzt in diesem Fall nicht direkt ausstellen, stellt der GKV-Spitzenverband klar.

Allerdings: Binnen zehn Tagen müsse man eine gültige Karte nachreichen oder den Versicherungsschutz anderweitig nachweisen. Sonst stelle der Arzt wirklich eine Privatrechnung. In so einem Fall habe man noch bis Quartalsende Zeit, einen Nachweis zu bringen. Dann bekommt man das gezahlte Geld vom Arzt zurückerstattet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Voller Saal in der LVZ-Kuppel: Dort sprach die Moderatorin und Autorin Nina Ruge im Rahmen der LVZ-Aktion „Fit und gesund 2017“. Den Zuschauern gab sie Tipps zu innerem Glück und verriet, was sie zum Frühstück isst. Einen Rückblick mit Fotos und Video gibt es hier. mehr