Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Wie bleibe ich gesund, wie werden ich gesund? Der LVZ-Ratgeber Gesundheit hilft weiter.
Google+ Instagram YouTube
Wissenschaftsreport: Mehr Kopfschuppen durch Bakterien

Gesundheit Wissenschaftsreport: Mehr Kopfschuppen durch Bakterien

Schuppen sind an sich harmlos und nur selten Zeichen einer Hautkrankheit. Doch vielen Menschen ist es unangenehm, wenn permanent kleine Hautschuppen auf ihre Schultern rieseln. Chinesische Forscher könnten einer Lösung des lästigen Problems näher gekommen sein.

Voriger Artikel
Sommergrippen vorbeugen: Klimaanlage kann anfällig machen
Nächster Artikel
Haut vor Sonne schützen: Auch Sand reflektiert UV-Strahlung

Bakterien auf der Kofhaut könnten mitverantwortlich für die Bildung von Schuppen sein, haben chinesische Wissenschaftler herausgefunden.

Quelle: Martin Gerten

Shanghai. Bestimmte Bakterien auf der Kopfhaut fördern möglicherweise die Entstehung von Schuppen. Dies berichten chinesische Wissenschaftler nach einer genauen Untersuchung möglicher Einfluss-Faktoren im Fachblatt "Scientific Reports".

Vielleicht ließen sich die Schuppen durch eine gezielte Beeinflussung der Bakterien auf dem Kopf beseitigen oder zumindest bessern. Die Wissenschaftler um Zhijue Xu von der Shanghai Jiao Tong University hatten insgesamt 59 Männer und Frauen auf zwei Gruppen verteilt: in die eine Gruppe kamen die Schuppen-Geplagten, in die andere die Probanden mit weitgehend unproblematischer Kopfhaut. Die Forscher baten die Probanden, sich vor den Untersuchungen zwei Tage lang nicht die Haare zu waschen. Dann bestimmten sie die Talg- und Wassermenge an verschiedenen Stellen der Kopfhaut und entnahmen Wischproben für die Untersuchung der vorhanden Mikroorganismen.

Sie fanden unter anderem heraus, dass Menschen mit einer geringeren Talgproduktion mehr Schuppen hatten. Zudem entdeckten die Forscher bei Schuppen-Geplagten einen deutlich kleineren Anteil von Propionibakterien, dafür aber mehr Staphylokokken als bei Menschen mit gesunder Kopfhaut. Vermutlich hemmten sich die Bakteriengruppen gegenseitig, schreiben die Wissenschaftler. Die Balance zwischen den beiden könne für das Ausmaß von Schuppen mitverantwortlich sein.

Keinen eindeutigen Zusammenhang fanden die Wissenschaftler hingegen zwischen Schuppen und Pilzen auf der Kopfhaut. Vor allem Vertreter aus der Malassezia-Gruppe waren in der Vergangenheit mit Schuppen in Verbindung gebracht worden.

Die Forscher nehmen an, dass Talg das Wachstum von Propionibakterien begünstigt. Diese wiederum produzieren Substanzen, die das Wachstum anderer Bakterien - wie zum Beispiel von Staphylokokken - hemmen können. Gelänge es, das Gleichgewicht zwischen den Bakteriengruppen zu beeinflussen - also den Anteil an Propionibakterien zu erhöhen und den von Staphylokokken zu senken - ließe sich das Schuppen-Problem womöglich lösen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Voller Saal in der LVZ-Kuppel: Dort sprach die Moderatorin und Autorin Nina Ruge im Rahmen der LVZ-Aktion „Fit und gesund 2017“. Den Zuschauern gab sie Tipps zu innerem Glück und verriet, was sie zum Frühstück isst. Einen Rückblick mit Fotos und Video gibt es hier. mehr

Gewinnspiele
 Yoga für jedermann

Halt finden, dem Körper etwas Gutes tun, zur Ruhe kommen: Yoga macht’s möglich. Mit den Lehr- Videos von „YogaEasy“ können selbst Anfänger schnell erste Erfolge verbuchen. Probieren Sie es aus. Hier trainieren Sie mit nur wenigen Klicks mit. mehr

 Fit & gesund – das Quiz

Wie gut kennen Sie sich mit Gesundheit aus? Klicken Sie sich durch unser Quiz! Unter allen Teilnehmern verlosen wir eine Reise nach Italien und zwei iPad mini. mehr