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Zupfen, kratzen und reiben ist bei Warzen tabu

Gesundheit Zupfen, kratzen und reiben ist bei Warzen tabu

Meist sind Warzen bei Kindern nur lästig. Außerdem sehen sie nicht schön aus. Oft gehen sie von alleine wieder weg. Manchmal sollten Eltern aber den Arzt einen Blick darauf werfen lassen.

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Knibbeln, quetschen und kratzen ist bei Dellwarzen tabu. Das kann in diesem Fall für andere ansteckend sein. Foto: Andrea Warnecke

Köln. Damit Warzen sich nicht auf andere Körperstellen ausbreiten, sollten Kinder nicht daran zupfen, kratzen oder reiben. Warzen werden durch Viren verursacht und können sich überall bilden. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Besonders die sogenannten Dellwarzen sind bei Kindern sehr ansteckend, weil sie die Bläschen oft aufkratzen und das enthaltene Sekret mit den Fingern an andere Körperstellen verteilen.

Damit sich innerhalb der Familie niemand ansteckt, sollten Kinder mit einer Warze an den Füßen zu Hause nicht barfuß laufen und eigene Handtücher benutzen. In Umkleideräumen oder Duschen im Schwimmbad oder in der Turnhalle trägt man am besten Badeschuhe.

Meist tun Warzen nicht weh. Unangenehm werden sie mitunter, wenn sie dort sitzen, wo regelmäßig Druck lastet - etwa an den Fußsohlen. Laut BVKJ gehen sie von alleine wieder weg - das kann allerdings Jahre dauern. Wenn Kinder eine Warze im Gesicht, an den Genitalien oder am After haben, sollten Eltern mit ihnen zum Arzt gehen. Auch wenn die Warze schmerzhaft oder gerötet ist, lässt man besser den Arzt einen Blick darauf werfen. Gleiches gilt, wenn sie anfängt zu bluten, geschwollen ist, nässt oder eitert.

Die Viren bevorzugen warme, feuchte Orte und dringen über oberflächliche Verletzungen wie Schnitte oder Kratzer tiefer in die Haut ein. Wer etwa an losen Hautfetzen zupft, ist anfälliger. Aber auch nach dem Schwimmen aufgeweichte Haut ist weniger widerstandsfähig. Etwa jedes dritte Kind zwischen vier und zwölf Jahren hat laut BVKJ Warzen, vor allem an Füßen, Händen, Kopf und Nacken.

dpa

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