Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Wie bleibe ich gesund, wie werden ich gesund? Der LVZ-Ratgeber Gesundheit hilft weiter.
Google+ Instagram YouTube
Sonnen ohne Reue: Experte empfiehlt vor allem UV-Schutz für die Kopfhaut

Tipps vom Hautarzt Sonnen ohne Reue: Experte empfiehlt vor allem UV-Schutz für die Kopfhaut

Scheint die Sonne haben wir gute Laune und es zieht uns nach draußen ins Freie. Der Grund: Wenn unsere Haut genügend Sonnenlicht aufnimmt, schüttet der Körper Endorphine, sogenannte Glückshormone, aus. Aber wie viel ist zu viel? Und wie schütze ich meine Haut?

Zwei Studentinnen genießen ein Sonnenbad am Mendebrunnen auf dem Leipziger Augustusplatz.

Quelle: André Kempner

Scheint die Sonne haben wir gute Laune und es zieht uns nach draußen ins Freie. Der Grund: Wenn unsere Haut genügend Sonnenlicht aufnimmt, schüttet der Körper Endorphine, sogenannte Glückshormone, aus. Zugleich wird das wichtige Vitamin D gebildet, das für einen gesunden Knochenbau notwendig ist. „Für uns alle ist die Sonne, das Sonnenlicht und auch das darin enthaltene UV-Licht also etwas Angenehmes – wobei es wie bei allen angenehmen Dingen des Lebens immer auf ein gesundes Maß ankommt“, fasst es Dr. Heiner Neubauer, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie und Phlebologie, zusammen. 

Exzessives Sonnenbaden und der regelmäßige Besuch eines Sonnenstudios seien eher ungesund, genauso wie die direkte Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit. „Babys und Kleinkinder unter drei Jahren sollten überhaupt nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, da die Eigenschutzmechanismen der Haut bei ihnen noch nicht vollständig entwickelt sind. Die Eltern sollten beachten: Die Haut vergisst nie!“, betont der Dermatologe.

Neben Sonnenschutzmitteln ist Kleidung aus seiner Sicht ein sehr kompetenter Lichtschutz. Hinzu kommt ein notwendiger Sonnenschutz für die Kopfhaut. „Unsere Kopfbehaarung ist der Lichtschutz für die Kopfhaut. Da diese bei vielen Männern nur noch spärlich vorhanden ist oder gänzlich fehlt, fehlt auch der entsprechende Lichtschutz. Wir sehen hier einen exponentiellen Anstieg des weißen Hautkrebses und seiner Vorstufen. Das konsequente Tragen einer Kopfbedeckung ist daher besonders wichtig.“ Auch Männer und Frauen mit dichtem Haar sind nicht gefeit davor, Hautveränderungen wie den weißen Hautkrebs zu entwickeln. „Am häufigsten treten derartige Hautveränderungen im Gesicht sowie im Kopf- und Halsbereich auf.“

Der Anteil des UV-Lichts der Sonneneinstrahlung wird laut Dr. Neubauer in die Spektralbereiche UVA, UVB und UVC unterteilt. „UVC wird aber durch die atmosphärische Hülle der Erde komplett abgeschirmt. Somit bewirken allein UVA und UVB bei uns Hautveränderungen.“ Dabei kann gesagt werden, dass UVB eher für Sonnenbrand und UVA für die Bräunung verantwortlich ist. „Bisher glaubte man, dass UVB für die Entwicklung des weißen Hautkrebses eine Rolle spielt. In den letzten Jahren ist dieses Modell ins Wanken geraten, sodass eine klare Trennung von UVA und UVB bei der Hautkrebsentwicklung nicht überzeugend erscheint. Wesentlich ist besonders für den weißen Hautkrebs und seine Vorstufen, dass sich diese über einen sehr langen Zeitraum – 10 bis 30 Jahre – entwickeln können. Daher empfehle ich, die Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen aller zwei Jahren durchzuführen.“ Laut deutscher Krebsgesellschaft kommt der weiße Hautkrebs häufiger vor als der schwarze. Letzterer ist allerdings die bösartigste Form von Hautkrebs.

red.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fit & Gesund Leipzig

Voller Saal in der LVZ-Kuppel: Dort sprach die Moderatorin und Autorin Nina Ruge im Rahmen der LVZ-Aktion „Fit und gesund 2017“. Den Zuschauern gab sie Tipps zu innerem Glück und verriet, was sie zum Frühstück isst. Einen Rückblick mit Fotos und Video gibt es hier. mehr