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Verstopfte Gefäße – vor allem für Diabetiker ein Problem

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Das menschliche Gefäßsystem ist weit verzweigt und zieht sich auf rund 100 000 Kilometern durch den Körper. Wenn alles störungsfrei fließen kann, transportieren die Arterien ausreichend sauerstoffreiches Blut zu den Zellen, und die Venen pumpen das sauerstoffarme Blut wieder zum Herzen zurück. Doch es gibt Risiken, die diesen lebenswichtigen Strom ins Stocken oder gar zum Erliegen bringen können – im Einzelfall mit ernsten Folgen.

Für Diako-Chefarzt Dr. Olaf Richter sind Ultraschalluntersuchungen ein Basisinstrument, um die Gefäßgesundheit seiner Patienten zu ermitteln.
 

Quelle: Kay Zimmermann

Leipzig . Das menschliche Gefäßsystem ist weit verzweigt und zieht sich auf rund 100 000 Kilometern durch den Körper. Wenn alles störungsfrei fließen kann, transportieren die Arterien ausreichend sauerstoffreiches Blut zu den Zellen, und die Venen pumpen das sauerstoffarme Blut wieder zum Herzen zurück. Doch es gibt Risiken, die diesen lebenswichtigen Strom ins Stocken oder gar zum Erliegen bringen können – im Einzelfall mit ernsten Folgen.

„Neben dem Alter hat vor allem die Lebensweise eine unmittelbare Auswirkung auf die Gesundheit und Elastizität der Gefäße“, erläutert Dr. Olaf Richter vom Leipziger Diakonissenkrankenhaus und nimmt dabei insbesondere die schädlichen Folgen von Nikotin, Bewegungsarmut und einer einseitig auf Zucker oder Fett ausgerichteten Ernährung ins Visier. „Durchblutungsstörungen sind deshalb so gefährlich, weil sie lange kaum auf sich aufmerksam machen und scheinbar plötzlich zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder zu einer Lungenembolie führen können.“

Besonders anfällig für Gefäßerkrankungen sind Diabetiker, das weiß der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie aus dem Krankenhausalltag nur zu gut. Und er erklärt, warum das so ist: „Diabetiker sind krankheitsbedingt von einer veränderten Stoffwechsellage betroffen, die dazu führen kann, dass sich in stärkerem Maße Ablagerungen in den Arterien bilden, die das Gefäß immer mehr zusetzen.“

Es sind vor allem die Beine, die von solchen Gefäßverkalkungen in Mitleidenschaft gezogen werden. „Diabetiker leiden häufig unter einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, bei der die Becken- oder Beinschlagadern so stark verstopft sind, dass das umliegende Gewebe nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann“, sagt der Gefäßspezialist Dr. Richter. Was der Experte als PAVK bezeichnet, kennt der medizinische Laie unter der Diagnose Schaufensterkrankheit. Der Begriff leitet sich von den häufigen Pausen ab, die Betroffene bereits nach kurzen Wegstrecken einlegen müssen, weil die ziehenden Schmerzen in den Beinen einfach zu stark sind.

Behandelt werden kann eine Schaufensterkrankheit im Anfangsstadium mit Hilfe kleiner Katheter, mit denen verstopfte Gefäße dank winziger Ballons von innen geweitet oder per Stent stabilisiert werden. Ist der Verschlussprozess weiter fortgeschritten, kann ein Bypass zur Anwendung kommen. Hierbei wird die betroffene Gefäßpartie auf alternativen Wegen überbrückt – meist unter Zuhilfenahme einer umfunktionierten kör­pereigenen Vene oder einer Kunststoff­prothese.

Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig verfügt über eine jahrelange Erfahrung bei der Diagnostik und Therapie von gefäßbezogenen Erkrankungen, die Folge eines Diabetes sein können. Neben der PAVK werden in der hier ansässigen Klink für Gefäßchirurgie auch Patienten behandelt, die unter einem diabetischen Fußsyndrom oder chronischen Wunden leiden. Neben den arteriellen Verschlusskrankheiten in den Beinen werden unter der Leitung von Chefarzt Dr. Olaf Richter auch Verengungen der Halsschlagader und Aussackungen an der Hauptschlagader – sogenannte Aortenaneurysmen – gefäßmedizinisch versorgt. Die gefäßchirurgische Klinik ist zentraler Bestandteil eines zertifizierten Gefäßzentrums, das ebenfalls im Diako ansässig ist und eine aufeinander abgestimmte ambulante und stationäre Versorgung von Patienten mit Durchblutungsstörungen gewährleistet.

Von Diakonissenkrankenhaus/PR

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