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Trotz chronischer Schmerzen aktiv: Wirksame Schmerztherapie bringt Lebensfreude zurück

ANZEIGE Trotz chronischer Schmerzen aktiv: Wirksame Schmerztherapie bringt Lebensfreude zurück

Grundsätzlich sind Schmerzen sinnvoll, denn sie haben eine wichtige Warn- und Schutzfunktion. Doch akute Schmerzen können chronisch werden, wenn sie nicht rechtzeitig und effektiv gelindert werden – dann werden sie zu einer eigenständigen Krankheit.

Diese Schmerzen, die monate- oder jahrelang immer wieder auftreten oder sogar ständig vorhanden sind, schränken die Lebensfreude der Betroffenen massiv ein. Chronische Schmerzen entstehen häufig durch Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rückenleiden, Osteoporose) oder des Nervensystems. „Viele der Schmerzpatienten gehen davon aus, dass sie ihr Schicksal akzeptieren müssen. Doch selbst starke Schmerzen können durch gezielte Behandlungsmethoden nachhaltig gelindert werden“, berichtet der Präsident der Deutschen Schmerzliga e. V., PD Dr. med. Michael Überall. „Eine rechtzeitige, individuell angepasste und wirkungsvolle Schmerztherapie ist dafür grundlegend“, führt der medizinische Direktor des Instituts für Neurowissenschaften, Algesiologie und Pädiatrie in Nürnberg aus.

Welche Schmerztherapie am besten geeignet ist, entscheidet der Arzt. „Viele Patienten greifen ohne ärztlichen Rat bei chronischen Schmerzen zu freiverkäuflichen Schmerzmitteln wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol“, so Überall. „Werden diese Arzneimittel über einen längeren Zeitraum oder aufgrund unzureichender Wirkungen in höherer Dosis eingenommen, können sie die inneren Organe schädigen und zu schwerwiegenden Magen-Darm-Blutungen führen. Hier sollte stattdessen, insbesondere bei starken Schmerzen, der Einsatz von Opioiden in Erwägung gezogen werden.“ Sie ähneln den sogenannten Endorphinen, die der Körper selbst zur Schmerzlinderung produziert. Da sie keine Schäden an inneren Organen verursachen, sind sie auch für die Einnahme über einen längeren Zeitraum geeignet. In der richtigen Dosis und in retardierter Form, d. h. der Wirkstoff wird zeitlich verzögert freigesetzt, sorgen sie für eine kontinuierliche Schmerzlinderung rund um die Uhr.

Opioide sind im Allgemeinen gut verträglich, können aber in der Anfangsphase Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel verursachen, die gut zu behandeln sind. Hingegen treten Verdauungsprobleme bei Dauerbehandlung oft langfristig auf. Moderne Kombinationspräparate (z. B. aus Oxycodon und Naloxon) können diesen Verdauungsstörungen vorbeugen. Ohne die Einnahme weiterer Medikamente kann dadurch häufig eine normale Darmfunktion erhalten werden. Neben der medikamentösen Behandlung helfen begleitende Therapien: Viele schmerzhafte Erkrankungen bessern sich durch Krankengymnastik oder Sport. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Schmerzlinderung, um eine Schonhaltung zu vermeiden.

Patienten können zu einer effektiven und verträglichen Schmerztherapie beitragen, indem sie ihre Schmerzen mit einer Schmerzskala mehrmals täglich messen und in einem Schmerztagebuch dokumentieren. Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, seit wann und bei welcher Gelegenheit Schmerzen auftreten, wie stark diese sind und wie sie sich anfühlen. Zusätzlich sollten Patienten notieren, wie sie die Therapie vertragen. So kann der Arzt den Erfolg der Behandlung beobachten und die Therapie anpassen. Eine wirksame Schmerzbehandlung ermöglicht es Patienten, im Alltag mobil zu bleiben, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und Lebensfreude zurückzugewinnen.

Weitere Informationen zur Schmerztherapie und die kostenlose Ratgeber-Karte „Gut vorbereitet zum Arzt – Tipps für Schmerzpatienten“ finden Sie unter dem weiterführenden Link www.schmerzmessen.de.

akz-i

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