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Schnell handeln: Erste Hilfe bei Sport-Verletzungen

Gesundheit Schnell handeln: Erste Hilfe bei Sport-Verletzungen

Zwar ist Sport kein Mord. Aber immer wieder holt man sich Blessuren. Welche Verletzungen beim Training am häufigsten passieren - und was dann zu tun ist.

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Beim Sport holt man sich immer mal wieder Blessuren. Meist hilft die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression und hochlagern.

Quelle: Christin Klose

Hamburg. Zerrung, Prellung oder Verstauchung - eine solche Verletzung holen sich Sportler beim Training schnell. Das schmerzt, und in aller Regel kommen an der betroffenen Körperpartie auch noch Schwellung und Bluterguss hinzu.

"Je eher in einem Akut-Fall mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen wird, desto günstiger wirkt sich das auf den Heilungsprozess aus", sagt Rüdiger Reer vom Deutschen Sportärztebund (DGSP).

In 95 Prozent aller Fälle hilft die sogenannte PECH-Regel, erklärt der Professor am Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. Das P steht für Pause, E für Eis, C für Compression - ein Verband mit schmerzstillender Creme - sowie H für Hochlagern. "Auch Mittel aus der Naturheilkunde können helfen", sagt der auf die Behandlung von Sportlern spezialisierte Heilpraktiker Thomas Sokollik. So kann etwa eine hochdosierte Salbe aus Arnikablüten, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.

Zerrung

Bei einer Zerrung ist ein Muskel schmerzhaft überdehnt, es treten kleine Risse in der Muskelfaser auf. "Ursache ist oft ein unzureichendes Aufwärmen vor der sportlichen Betätigung", erklärt Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten. Auch die zu starke Belastung eines Muskels zum Beispiel aus Selbstüberschätzung kann eine Zerrung zur Folge haben.

Betroffene haben Schmerzen bei der Muskelanspannung und bei Belastung oder Bewegung. Zudem ist die Beweglichkeit eingeschränkt. An der betroffenen Stelle zeigen sich in aller Regel ein Bluterguss und eine Schwellung. Bei einer Zerrung sollte das Sporttraining für mindestens eine Woche ausgesetzt werden. "In der zweiten Woche sollte das verletzte Gewebe mit dosierten Übungen im schmerzfreien Bereich gezielt belastet werden", erklärt Repschläger.

Prellung

Eine Prellung kann Folge eines Sturzes oder Aufpralls sein. Dabei werden das Unterhautfettgewebe und die Muskulatur gequetscht. Blut sowie Lymphflüssigkeit fließen aus den verletzten Gefäßen. "In der Muskulatur bilden sich Ödeme", erläutert Reer. Charakteristisch für eine Prellung sind neben Bluterguss und Schwellung sowohl Druck- als auch Belastungsschmerzen. Oft ist zudem die Beweglichkeit der verletzten Körperpartie eingeschränkt.

Auch bei einer Prellung sollte man mindestens eine Woche auf Sport verzichten. Anschließend können Betroffene das Gelenk beziehungsweise den Muskel langsam wieder bis zur Schmerzgrenze beanspruchen.

Verstauchungen

Bei Verstauchungen kommt es zu kleinen Faserrissen an der Gelenkkapsel. Hinweise auf eine Verstauchung sind neben Schmerzen eine Bewegungseinschränkung an der betroffenen Stelle. Auch kann es zu einer Schwellung und einem Bluterguss kommen. Sind im Zuge der Verstauchung Bänder an- oder durchgerissen oder sind Kapseln am Sprunggelenk verletzt, dann muss die Körperpartie für längere Zeit ruhig gestellt werden. Mit einer speziellen Schiene wird das Sprunggelenk stabilisiert. "Dann darf für circa sechs Wochen kein Sport getrieben werden", erklärt Sokollik.

Eine solche Verletzung sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden, betont Repschläger: "Ansonsten droht langfristig ein Gelenkverschleiß."

dpa

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