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Was tun gegen das "böse Erwachen" in der Karnevalszeit?

Gesundheit Was tun gegen das "böse Erwachen" in der Karnevalszeit?

Auf ausgelassenen Karnevalspartys wird meist viel Alkohol getrunken. Je rauschender die Feier, desto mehr bekommen Partylöwen die Folgen am nächsten Tag zu spüren. Ein paar Tricks gibt es allerdings, die Leiden etwas zu vermindern.

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Kopfschmerz und Übelkeit vorbeugen: Wer auf eine Karnevalsparty geht, sollte nicht nur alkoholische Getränke zu sich nehmen, sondern zwischendurch auch mal Wasser trinken.

Quelle: Christoph Schmidt

Saarbrücken (dpa-infocom) - In der Karnevalszeit fragt sich der ein oder andere wieder, wie man einen Kater nach übermäßigem Alkoholkonsum vermeiden oder den Abbau des Alkohols vielleicht sogar beschleunigen kann. Ein Experte gibt Antwort:

"Um es direkt vorwegzunehmen: Für Letzteres gibt es kein Heilmittel. Man kann nur abwarten, bis die Leber es geschafft hat, den Alkohol abzubauen", erklärt der Ernährungs- und Fitnessexperte der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Prof. Dr. Georg Abel.

Als Richtwert gilt hier eine Abbaurate von ca. 0,1 - 0,15 Promille je Stunde. "Allerdings lässt sich die Absorption, und damit auch die Geschwindigkeit mit der sich der Alkohol im Körper verteilt, durch den Verzehr von fettreichen Lebensmitteln verlangsamen", führt Abel aus. Gleichzeitig könne Katersymptomen auch durch begleitendes Wassertrinken (Richtwert: pro Glas Bier 1 Glas Wasser) vorgebeugt werden. Für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt seien zudem salzhaltige Lebensmittel (z.B. Salzstangen, gesalzene Erdnüsse) empfehlenswert.

Neben der zugeführten Menge an Alkohol selbst, scheint auch die Qualität der alkoholischen Getränke die Entstehung eines "Katers" zu begünstigen. "Sogenannte Fuselalkohole wie Propanol und Methanol können insbesondere in billigen Rotweinen, Brandy und Whiskey in höheren Mengen vorkommen und sind für die berüchtigten Kopfschmerzen und die Übelkeit am nächsten Morgen verantwortlich", beschreibt der Dozent an der DHfPG.

Schlussendlich bleibt: ein Kater danach kann nur durch vollkommene Alkoholabstinenz ganz sicher verhindert werden. "Ansonsten gilt es auf eine ausreichende Wasser- und Elektrolytzufuhr zu achten und den Alkohol nicht auf nüchternen Magen zu trinken, sondern sich zunächst eine geeignete Grundlage durch fettreiche Lebensmittel zu verschaffen", rät Abel. Sind die Katersymptome erst einmal eingetreten, könne neben ausreichend Flüssigkeit, auch Fructose (z.B. über Obst oder auch Süßwaren wie Marmelade) den Alkoholabbau unterstützen. Außerdem hilft leichte Bewegung an der frischen Luft.

dpa

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