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Meister-Bafög beantragen: Bearbeitung braucht oft Monate

Arbeit Meister-Bafög beantragen: Bearbeitung braucht oft Monate

Wer eine Aufstiegsfortbildung machen will, kann dafür Unterstützung vom Staat bekommen. Die gute Nachricht: Ab August werden die Sätze beim Meister-Bafög deutlich erhöht. Wichtig ist für einen reibungslosen Ablauf, sich früh zu kümmern.

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Meister-Bafög lohnt sich, um bestimmte Fortbildungen finanzieren zu können. Wer es rechtzeitig zum Beginn des Lehrgangs haben möchte, sollte drei bis vier Monate vorher den Antrag stellen. Foto: Susann Prautsch

Dresden. Eine Fortbildung zum Meister, Techniker oder Fachkrankenpfleger kann sich lohnen. Um die kostspieligen Lehrgänge bezahlen zu können, gibt es

Meister-Bafög - eine Mischung aus Zuschuss und zinsgünstigem Darlehen von Staat. Fragen und Antworten zum Thema:

Wer kann Meister-Bafög bekommen?

Typischerweise werden nach dem

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) etwa Meister-, Techniker- und Fachkrankenpflegerkurse gefördert. Dazu kommt die Fortbildung zum geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung. Wer eine andere Weiterbildung machen will, sollte prüfen: Ist der Kurs nach dem Bundesbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder nach Bundes- und Landesrecht anerkannt, und liegt das Niveau über einer Gesellenprüfung? Nicht gefördert werden Hochschulabschlüsse.

Was wird gefördert?

Im Prinzip können Berufstätige das Meister-Bafög für drei Fördergegenstände erhalten, erklärt Knut Diekmann, zuständig für das Thema Weiterbildung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Jede dieser Förderungen kann man einzeln in Anspruch nehmen, man kann sie aber auch kombinieren.

Maßnahmebeitrag: Zum einen gibt es eine Förderung für die Kosten der Fortbildung bis zu einer Höhe von derzeit 10 226 Euro. Den Betrag können alle in Anspruch nehmen, unabhängig davon, wie viel sie verdienen. Davon erhalten sie bislang 30,5 Prozent als Zuschuss, das Geld müssen sie also nicht zurückzahlen. Für den Rest können Antragsteller ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen.

Prüfungsstück: Für das Material für ihr Meisterstück bekommen Berufstätige ebenfalls Meister-Bafög. Sie erhalten bis zur Hälfte der Kosten ein zinsgünstiges Darlehen vom Staat. Die Obergrenze liegt derzeit bei 1534 Euro.

Beitrag zum Lebensunterhalt: Abhängig vom Einkommen und vom Vermögen können alleinstehende Berufstätige bisher 697 Euro pro Monat bekommen, davon sind 238 Euro wiederum ein Zuschuss.

Was ändert sich zum August?

Dann tritt die Novellierung des AFBG in Kraft. "Wir haben eine deutliche Verbesserung der Konditionen", erklärt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Ein paar Beispiele: Beim Maßnahmebeitrag ist ab August eine Förderung in Höhe von bis zu 15 000 Euro möglich, der Zuschussanteil wird auf 40 Prozent erhöht. Beim Prüfungsstück liegt der Höchstbetrag ab August bei 2000 Euro, und der Zuschussanteil liegt künftig bei 40 Prozent. Beim Lebensunterhalt erhalten Alleinstehende künftig 768 Euro pro Monat, davon werden 333 Euro Zuschuss sein. Und auch beim Namen soll sich etwas tun: Das Meister-Bafög soll künftig auch Aufstiegs-Bafög heißen.

Mit wie viel Vorlauf sollen Berufstätige Meister-Bafög beantragen?

Wer pünktlich zum Lehrgangsbeginn die staatliche Förderung erhalten möchte, sollte den

Antrag drei bis vier Monate vor Lehrgangsbeginn stellen, erklärt Brzezinski.

Wie viele Menschen bekommen Meister-Bafög?

2014 wurden rund 172 000 Personen mit dem Meister-Bafög unterstützt, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Der am häufigsten unterstützte Beruf mit einer Fortbildungsmaßnahme bei den Männern war der Industriemeister Metall. Bei den Frauen war es die staatlich geprüfte Erzieherin.

Service:

Unter der Telefonnummer 0800/6223634 steht ein kostenloses Info-Telefon zum Thema Meister-Bafög bereit.

dpa

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