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Selbstkritik: So gehen Chefs mit eigenen Fehlern um

Arbeit Selbstkritik: So gehen Chefs mit eigenen Fehlern um

Unterläuft einem Mitarbeiter ein Fehler, sind Vorgesetzte in der Regel alles andere als amüsiert. Doch was, wenn er ihnen selbst passiert? Packen Chefs es richtig an, kann aus ihrer Fehlleistung sogar etwas Positives werden. Wichtig ist, dass sie Vorbild sind.

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Jeder macht mal Fehler - auch Chefs. Wenn Vorgesetzte damit offen umgehen, wirkt sich das positiv auf ihr Team aus.

Quelle: Ole Spata

München. Auch Vorgesetzten passieren Fehler - doch viele von ihnen räumen das nicht gerne ein. Um nicht an Autorität zu verlieren, gehen sie stumm über eigene Fehlleistungen hinweg oder streiten sie ab.

Dabei ist das umgekehrte Verhalten in der Regel deutlich besser, sagt Kommunikationsberaterin

Sabine Neuwirth aus München. Chefs verlieren in der Regel nicht an Respekt, wenn sie Fehler zugeben. Sie werden im Gegenteil für ihr Team eher menschlicher und greifbarer. Der Fehler habe dadurch am Ende im besten Fall sogar einen positiven Effekt, so Neuwirth. Die Beziehung zum Mitarbeiter wird gestärkt.

Nur wer transparent mit dem Missgeschick umgeht, kann außerdem verhindern, dass ein anderes Teammitglied den gleichen Fehler ebenfalls macht. Und noch etwas anderes passiert: Geht der Chef offen mit Fehlern um und ist Vorbild, werden die Mitarbeiter seinem Beispiel folgen. So kann verhindert werden, dass aus Angst vor Strafe Teammitglieder Fehlleistungen vertuschen - und sie dadurch am Ende im schlimmsten Fall noch einmal passieren, weil niemand daraus gelernt hat.

Passiert einem Mitarbeiter ein Fehler, sollten Vorgesetzte deshalb sich nicht mit ihrem Ärger darüber aufhalten und ihre Wut im schlimmsten Fall am Mitarbeiter auslassen. "Druck erzeugt nur Gegendruck und produziert neue Fehler", sagt Neuwirth. Sie empfiehlt, sich voll und ganz auf die Lösung des Problems zu konzentrieren und den Mitarbeiter mit einzubeziehen. "Wie können Sie verhindern, dass das noch einmal passiert?" Und "Wie kann ich Sie dabei unterstützen?" könnten leitende Fragen dabei sein.

dpa

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