Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sexuelle Belästigung führt auch später noch zur Kündigung

Arbeit Sexuelle Belästigung führt auch später noch zur Kündigung

Wer Mitarbeiter sexuell belästigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das gilt auch dann, wenn das Vergehen schon eine Weile zurückliegt. Zu dieser Entscheidung kam das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein.

Voriger Artikel
Mehr Hebammen und Pfleger sollen studieren - neue Angebote
Nächster Artikel
"Großes gelingt besser im Team" - Bild des Lehrers im Wandel

Auch wenn die sexuelle Belästigung einer Kollegin schon eine Weile her ist, kann der Arbeitgeber dem Mitarbeiter dafür noch kündigen.

Quelle: Heiko Wolfraum

Kiel. Bei sexueller Belästigung droht Mitarbeitern die Kündigung - und zwar auch dann, wenn der Vorfall schon längere Zeit her ist. Das geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hervor.

Auch ein langjähriges Arbeitsverhältnis schützt in diesem Fall nicht vor einem fristlosen Rauswurf. Auf das Urteil weist der Bund-Verlag hin (Az.: 2 Sa 235/15).

In dem verhandelten Fall war einem langjährigen Mitarbeiter im Januar 2015 gekündigt worden. Der Arbeitgeber stützte seine Kündigung darauf, dass der Mann, der im Lebensmitteleinzelhandel tätig ist, ein Stück Fleisch im Wert von 80 Cent verzehrt hatte, ohne es zu bezahlen. Der Kläger wehrte sich dagegen - und argumentierte, dass es sich dabei um eine Probe gehandelt habe. Nach Ausspruch der Kündigung erfuhr der Arbeitgeber dann von einem Vorfall im Frühjahr 2014. Der Mann hatte damals eine Mitarbeiterin bedrängt, sie umarmt und ihr mit dem Arm den Rücken hinab bis zum Po gestrichen. Die Mitarbeiterin erzählte davon zunächst nur der Marktleiterin.

Das Landesarbeitsgericht hielt die fristlose Kündigung - anders als das Arbeitsgericht - für rechtmäßig. Aufgrund des Fleischverzehrs sei zumindest eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt gewesen. Aufgrund der sexuellen Belästigung sei jedoch auch eine fristlose Kündigung rechtmäßig. Der Vorfall habe zwar schon länger zurückgelegen, das Wissen der Marktleiterin sei dem Arbeitgeber jedoch nicht zuzurechnen, da sie nicht die Erlaubnis des Opfers hatte, den Vorfall an die Geschäftsführung zu melden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Finden Sie auf LVZ-job.de - dem Stellenmarkt der LVZ - Ihren neuen Job in Leipzig und Umgebung. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr

  • Highfield Festival
    Highfield Festival

    Das war das Highfield-Festival 2015. Hier gibt's den Rückblick mit zahlreichen Fotos. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr