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Jobsharing – so überzeugen Sie den Arbeitgeber

ANZEIGE Jobsharing – so überzeugen Sie den Arbeitgeber

Die Vollzeitstelle einfach zu zweit machen und mehr Zeit für Familie, Weiterbildung oder Freizeit haben? Klingt gut, finden immer mehr Arbeitnehmer. Doch der neue Trend des Jobsharing bedarf noch einiger Überzeugungsarbeit – besonders aufseiten der Arbeitgeber.

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Quelle: pixabay.com

Jobsharing erfreut sich wachsender Beliebtheit, besonders unter gut ausgebildeten Berufseinsteigern, flexiblen Führungspersönlichkeiten Müttern, die Karriere und Familie in Einklang bringen wollen. Das Prinzip: Zwei Menschen teilen sich eine ganze Stelle. Dabei wird die Vollzeitstelle aber nicht einfach in zwei Teilzeitstellen geteilt – stattdessen treten die Arbeitnehmer als Doppelpack auf und erfüllen die Anforderungen der Position gemeinsam. Wie sie ihre Arbeit aufteilen, sprechen sie eigenständig unter sich ab. Das Modell bietet die Möglichkeit, beruflich kürzer zu treten und andere Prioritäten zu setzen, ohne dabei auf eine anspruchsvolle Position verzichten zu müssen. Es kann temporär eingesetzt werden, um eine bestimmte Lebensphase zu begleiten, oder zur Lebensphilosophie werden. So ist eine der häufigsten Motivationen für Jobsharing der Wunsch, Familienplanung und Karriere zu verbinden. Andere treten die Hälfte ihrer Arbeitsstunden gerne ab, um eine Weiterbildung oder ein Zweitstudium anzustreben. Auch um einer akuten Überlastung zu entgehen und einem Burn-out vorzubeugen, kann Jobsharing eine geeignete Maßnahme sein.

Eine individuelle Lösung mit enormem Potenzial

Jobsharing ist sicher keine Lösung von der Stange, kann aber in individuellen Fällen enormes Potenzial entfalten – für alle Beteiligten. Damit Jobsharing funktioniert, müssen viele Faktoren passen und mit Sorgfalt bedacht werden. Besonders wichtig ist, dass die Chemie unter den Tandempartnern stimmt und beide reibungslos miteinander kommunizieren. Genaue Absprachen und eine gut durchdachte Aufteilung der Arbeit sind unverzichtbar, wenn die Verantwortung einer Position tatsächlich geteilt werden soll. Viele Arbeitgeber haben deshalb Zweifel, ob das ungewohnte Modell reibungslos in den Workflow ihres Unternehmens integrierbar ist. Auch in den großen Jobportalen wie Stepstone.de, die einen guten Überblick über den Stellenmarkt bieten, sind bislang kaum Ausschreibungen zu finden, die explizit für Jobsharing ausgeschrieben sind oder diese Möglichkeit einräumen. Es liegt also an den Arbeitnehmern, die Initiative zu ergreifen und sich als Jobsharing-Tandem zu bewerben.

So überzeugen Sie im Bewerbungsgespräch

Zweifel an der Effizienz von Jobsharing sind oft mit fehlendem Wissen über dieses Arbeitsmodell begründet und lassen sich mit Aufklärung leicht aus dem Weg räumen. Jobsharing-Bewerber sollten daher besonders viel Sorgfalt in die Vorbereitung ihres Vorstellungsgesprächs investieren. Um mit dem ungewöhnlichen Vorschlag nicht sofort auszuscheiden, sollte man die vielen Fragen, die Jobsharing aufwirft, einhellig und sicher beantworten können. Lösungen für praktische Fragen, wie Arbeitsteilung oder Vertretung, sollten vorab gefunden und als Angebot präsentiert werden. Was die organisatorischen und arbeitsrechtlichen Fragen beim Jobsharing betrifft, sollten Sie absolut sattelfest sein. Das demonstriert, dass Sie die Sache durchdacht haben und auch durchführen können. Ist all das geklärt, bleibt immer noch die Frage, warum Arbeitnehmer sich überhaupt auf das Experiment einlassen sollten. Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Vorteilen für Unternehmen.

Diese Vorteile bringt Job-Sharing dem Unternehmen

  • Ein Jobsharing-Team bringt doppelte Kompetenzen mit und kann oft ein größeres Kompetenzgebiet abdecken als ein einzelner Mitarbeiter
  • Auch persönliche Stärken und Schwächen können zu zweit im Team optimal ergänzt und voll entfaltet werden
  • Mit Jobsharing gibt es nahezu keinen Ausfall wegen Krankheit oder Urlaub, da sich beide vollwertig vertreten können  
  • Jobsharer haben in der Regel eine bessere Work-Life-Balance als überlastete Kollegen und können so mehr Energie in den Job einbringen
  • Jobsharer starten mit einer überdurchschnittlich hohen Motivation, da sie ein persönliches Interesse daran haben, dass das Modell funktioniert

Kurz gesagt: Jobsharing ist produktiver als eine Vollzeitstelle, kostet aber nicht mehr. Argumentieren Sie im Vorstellungsgespräch niemals privat, sondern konzentrieren Sie sich auf die Vorteile auf Unternehmensseite. Wenn Sie diese Punkte im Vorstellungsgespräch rüberbringen können, sollte es ein leichtes sein, die Zweifel zu zerstreuen.

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