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So binden Sie ihre Mitarbeiter

Ideen für Arbeitgeber So binden Sie ihre Mitarbeiter

Mitarbeiter zu motivieren und zu binden ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in einem Unternehmen. Was dürfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern geben, wann drohen steuerliche Konsequenzen und welche effektiven Maßnahmen könnten sie zur Mitarbeiterbindung einsetzen? Diese und andere Fragen werden jetzt beantwortet.

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Nachhaltigkeit für Unternehmen

Zusammen das Ziel erreichen – motivierte Mitarbeiter ziehen mit.

Quelle: pixabay.com © stapaw

Rechtssicher abrechnen: Selber machen oder Steuerberater geben

Unabhängig davon, welche Mitarbeiterbindungsmaßnahmen ein Betrieb plant, müssen diese in sehr vielen Fällen über den Lohnzettel abgerechnet werden. Das gilt allerdings nicht immer. So manche Maßnahme gehört buchhalterisch betrachtet direkt in die Betriebskosten und hat demnach auf dem Lohnzettel nichts verloren. Damit beispielsweise ein geldwerter Vorteil auch tatsächlich die beabsichtigte Wirkung entfaltet, sollten Betriebe deshalb unbedingt rechtssicher abrechnen können. Dazu haben sie drei Möglichkeiten:

  1. Entweder, sie arbeiten mit einer professionellen Software für die Lohn- und Gehaltsabrechnung und lassen diese von einer versierten Lohnbuchhalterin oder einem versierten Lohnbuchhalter mithilfe des Lohnabrechnungsprogramms im eigenen Unternehmen anfertigen. Das ist bei kleinen und mittleren Betrieben durchaus zu empfehlen.
  2. Die Alternative ist, die Lohnabrechnung vom Steuerberater anfertigen zu lassen. Dieser übernimmt auch gleichzeitig die Haftung, sollte es zu Fehlern kommen oder eine Lohnsteueraußenprüfung gem. § 42 f Einkommensteuergesetz anstehen.
  3. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, die Erstellung der Lohnabrechnung an einen externen Lohnbuchhalter zu übertragen.

Geldwerte Vorteile: Das dürfen Arbeitgeber tun

Arbeitgeber dürfen ihre Mitarbeiter ohne jeglichen besonderen Grund beschenken. Das nennt der Gesetzgeber dann Sachbezüge. Diese Sachbezüge bleiben steuer-und sozialversicherungsfrei, wenn sie im Monat 44 € nicht überschreiten. In diesem Zusammenhang sind viele verschiedene Geschenke oder Gutscheine möglich.

  • Tankgutscheine
  • Warengutscheine
  • Gutscheine für einen Restaurantbesuch
  • Gutscheine für physiotherapeutische Massagen

Gerade, weil die Sachbezüge so flexibel einsetzbar sind, können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit sehr individuellen Geschenken eine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Während der eine sich über einen Tankgutschein freut, genießt der andere regelmäßig eine Massage in der nahe gelegenen Physiotherapie-Praxis und der dritte nutzt einen Warengutschein, um einmal im Monat seinen Kühlschrank mit gewissen Extras zu füllen. Wichtig ist, dass die geldwerten Vorteile korrekt in der Lohnbuchhaltung erfasst werden. Denn obwohl sie steuerfrei sind, so sind sie doch relevant und müssen kontrolliert werden. Sollte nämlich in einem Monat einmal die Freigrenze bei einem Arbeitnehmer überschritten werden, fallen sofort Steuern an – und zwar auf den gesamten Betrag. 

Die private Nutzung eines Firmenwagens ist ebenfalls möglich, muss allerdings mit dem Gehalt versteuert werden. Ob sich dabei das Führen eines Fahrtenbuchs oder die sogenannte "1%-Regelung" lohnt, ist von vielerlei Fakten abhängig. Online-Rechner können beim Finden der optimalen Variante helfen.

Persönliche Geschenke zu einem besonderen Anlass

Eine weitere Möglichkeit, Mitarbeiter zu beschenken, ist der persönliche Anlass. Bis zu 60 € brutto dürfen für ein Geschenk aus einem besonderen Anlass mehrfach im Jahr vergeben werden. Zu den persönlichen Anlässen gehören diese:

  • Geburtstag
  • Hochzeit
  • Geburt eines Kindes
  • Beförderung
  • Promotion

Jährlich wiederkehrende Anlässe wie beispielsweise Weihnachten, Ostern oder Vatertag gelten nicht!

Übrigens: Falls der Arbeitgeber sich entscheidet, mehr als 60 € für ein Geschenk aufzuwenden, betrachtet das Finanzamt ein solches Geschenk als Lohnbestandteil . Das bedeutet, dass das Geschenk als Zuwendung mit dem Kaufpreis auf der Gehaltsabrechnung erscheint. Der Chef sollte die Pauschalversteuerung von 30 % übernehmen und auch die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Alternativ ist es möglich, die Versteuerung über dem persönlichen Steuersatz zu realisieren. Das rechnet sich allerdings nur, wenn der persönliche Steuersatz geringer als 30 % ist.

Übernimmt der Arbeitgeber die Abgaben nicht, werden diese vom Lohn einbehalten. Unterm Strich bleibt dem Arbeitnehmer am Ende des Monats eine gekürzte Lohnauszahlung übrig und das ist nicht im Sinne des Mitarbeiters. Vielmehr löst das häufig Unmut, der dazu führen kann, dass die gute Absicht einen bitteren Nachgeschmack beim Beschenkten hinterlässt.

Teambuilding – Mitarbeitertraining mit stärkender Komponente

Gemeinsame Erlebnisse stärken das WIR-Gefühl, schulen den Umgang miteinander und verbessern das Arbeitsklima. Das sind nur drei von vielen Vorteilen, die Maßnahmen zur Teambildung bieten. Der Markt ist voll von Optionen. In aller Munde und fast schon wieder ein alter Hut sind Aktivitäten mit dem Team im Klettergarten oder beim River-Rafting. Das soll nicht heißen, dass sie nicht funktionieren, im Gegenteil. Doch ein einmaliges Ereignis kann nur eine Initialzündung sein. Betriebe müssen dauerhaft etwas tun, um ihr Team zusammenwachsen zu lassen.

Nicht unbedingt spektakulärer, aber dafür sehr nachhaltige Ansatz ist gemeinsames Kochen. Herausgefunden haben das Forscher der Cornell Universität in Ithaka (N. Y., Vereinigte Staaten) im Rahmen der Studie „ Eating Together at the Firehouse: How Workplace Commensality Relates to the Performance of Firefighters“. Sie haben an der Berufsgruppe von Feuerwehrleuten untersucht, inwieweit sich gemeinsames Kochen auf die Teamfähigkeit und den Zusammenhalt auswirkt. Die Ergebnisse waren verblüffend. Gemeinsames Kochen und Essen steigern die Leistung, das Wir-Gefühl und die Motivation – und zwar dauerhaft. Eine Darlegung der Ergebnisse in Kurzform liefert der deutschsprachige Beitrag „ Teamwork geht durch den Magen“.

Geld alleine macht nicht glücklich, weder Mitarbeiter noch Chefs

Geld alleine macht nicht glücklich, dieses geflügelte Wort trifft in Sachen Teambuilding und Mitarbeiterbindung zu. Natürlich gibt es einzelne Personen, für die Geld die höchste Anerkennung bedeutet. Doch diese sind die Ausnahme. Viel wichtiger ist es, dass Mitarbeiter respektiert werden, Anerkennung erhalten und sich im Rahmen des Teams als wesentlicher Bestandteil empfinden, der zum Funktionieren beiträgt. Streben motivierte Mitarbeiter ein gemeinsames Ziel an und sind getragen von Respekt, Anerkennung und Wertschätzung, so ist das die beste Basis für den Erfolg eines Unternehmens.

Redaktion

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