Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Permanent Make-up: Schminke, die unter die Haut geht

Mode Permanent Make-up: Schminke, die unter die Haut geht

Ein langer Tag im Büro, eine durchtanzte Nacht und ein immer noch perfekt sitzendes Make-up? Das geht, wenn die Farben nicht auf, sondern unter der Haut getragen werden. Worauf es beim Permanent Make-up ankommt.

Voriger Artikel
Vom Öko-Strick zum Hipster-Look: Comeback des Norwegerpullis
Nächster Artikel
Doch nicht künstlich: So erkennen Verbraucher echten Pelz

Kosmetikerin Kristina Jovic aus Frankfurt/Main hat sich auf Microblading spezialisiert.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Berlin. Die Versprechungen eines Permanent Make-ups klingen verlockend: zu jeder Tages- und Nachtzeit perfekt geformte Augenbrauen, ein zarter Lidstrich, leicht rosige Lippen. Kein blasser Teint am Morgen, kein Abschminken am Abend.

Doch nicht jede Frau kann sich vorstellen, ihre Schminke unter statt auf der Haut zu tragen. Bei einem Permanent Make-up werden Farben mit einer dünnen Nadel in die oberste Hautschicht, die Epidermis, pigmentiert. "Gearbeitet wird mit einem automatischen Gerät, das wie eine Tätowiermaschine funktioniert, allerdings nicht so aggressiv ist", erklärt Emel Bütün, Dozentin an der Hamburger Berufsfachschule für Kosmetik.

Besonders gefragt sei ein Permanent Make-up an den Augenbrauen, sagt Bütün. Das Nachzeichnen einzelner Härchen lässt diese wieder voller wirken. "Für die Betonung des Auges wird ein Lidstrich über den Wimpern in die Haut gezeichnet." Eine Alternative dazu ist die Wimpernkranzverdichtung, bei der ein Lidstrich zwischen den Wimpern pigmentiert wird. "Das ist absolute Feinarbeit", sagt Bütün.

Schmale oder blass aussehende Lippen kann ein Permanent Make-up wieder voll und rosig erscheinen lassen. "Die Konturen können nachgezeichnet werden, die Lippenfarbe wird mit einer bestimmten Schattierungstechnik aufgefrischt", erklärt Bütün. "Nach eineinhalb bis zwei Jahren verblasst das Make-up und muss erneuert werden."

Ein Trend beim Permanent Make-up ist derzeit das sogenannte Microblading, das auf die Korrektur der Augenbrauenform zielt. Die Kosmetikerin Kristina Jovic hat sich darauf spezialisiert. "Die Härchen werden einzeln per Hand nachgezeichnet", erklärt sie. Die Spitze des verwendeten Stifts sei wesentlich dünner als die Nadel, die beim Permanent Make-up verwendet wird. "Dadurch wirken die gezeichneten Härchen feiner und im Ergebnis auch natürlicher."

Neben den klassischen Anwendungen kommt Permanent Make-up auch nach Erkrankungen zum Einsatz. Kerstin Frenken bietet Krebs-Patientinnen am Brustzentrum Erkelenz nach einem Eingriff die optische Rekonstruktion der Brustwarze an. Im Gegensatz zur rein kosmetischen Pigmentierung werde das Permanent Make-up nach bestimmten Erkrankungen von vielen Krankenkassen übernommen, erklärt sie. "Es lohnt sich, nachzufragen."

Doch ebenso wie beim Stechen eines Tattoos wird auch beim Permanent Make-up die Haut verletzt. Das birgt gesundheitliche Risiken. Der Dermatologe Prof. Christian Raulin verweist auf allergische Reaktionen oder eine Entzündung der Haut. Zwar unterliegen die verwendeten Farben heute der Tätowiermittel-Verordnung, Hersteller müssen die Inhaltsstoffe angeben. "Es kommt dennoch vor, dass ein Fremdkörperreiz gesetzt wird, mit dem der Körper nicht klarkommt."

Raulin bietet Patienten in seiner Praxis in Karlsruhe die Entfernung von Permanent Make-up an. Der Dermatologe behandelt im Schnitt drei bis fünf neue Patientinnen pro Monat, die nicht oder nicht mehr mit der Pigmentierung zufrieden sind. "Die Gefahr, dass sich die Kosmetikerin verzeichnet, ist leider gegeben." Er erlebe auch häufig, dass das Make-up schlicht nicht gefällt. Es seien etwa zehn bis fünfzehn Laserbehandlungen für die Entfernung nötig.

Wer sich für ein Permanent Make-up entscheidte, sollte sich daher die beste Expertise suchen, sagt der Professor. "Gespräche führen mit der Kosmetikerin und anderen Kundinnen, sich Fotos zeigen lassen, nach der Herkunft der verwendeten Farben fragen und vor allem darauf achten, dass die Hygiene stimmt."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lifestyle

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr