Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
4K oder nicht: Worauf es beim neuen Monitor ankommt

Technik 4K oder nicht: Worauf es beim neuen Monitor ankommt

Was früher Full HD war, ist bei neuen Computerbildschirmen nun 4K. Doch was hat es mit der höheren Auflösung eigentlich auf sich? Kann man die Pixelwunder an jeden PC anschließen? Und wer braucht eigentlich so viele Bildpunkte?

Voriger Artikel
Vorsicht beim Teilen von freizügigen Bildern in Videospielen
Nächster Artikel
Das Lenovo Yoga Book im Test

Monitore mit 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel) bringen mehr Platz für eine detailliertere Darstellung mit. Sie stellen den angeschlossenen Computer aber auch vor neue Herausforderungen.

Quelle: Andrea Warnecke

München. Schärfer, mehr Farben und mehr Pixel. Mit immer höheren Auflösungen preisen viele Hersteller ihre neuen Monitore an. Die Arbeit soll dadurch übersichtlicher, die Arbeitsfläche größer werden. Aber was muss ein Rechner eigentlich können, um mit den höheren Auflösungen auch klarzukommen?

Das Schlagwort vieler Hersteller lautet momentan "4K". Das steht für eine Auflösung von 3840 zu 2160 Pixeln - auch UHD, Ultra High Definition genannt, erklärt Matthias Metzler, von der Fachzeitschrift "PC Go". 4K bietet die vierfache Pixelzahl im Vergleich zu Full HD (1920 zu 1080 Pixel). Nicht jeder Computer kann das Potenzial solcher hochauflösenden Monitore auch ausnutzen. Ein mehrere Jahre alter Rechner oder Laptop kann bei 4K schon in die Knie gehen.

"Eine zwingende Voraussetzung ist daher eine leistungsstarke Grafikkarte und ein kompatibles Kabel, das die hohe Auflösung unterstützt", erklärt Timm Lutter vom IT-Verband Bitkom. "Vor dem Kauf eines 4K-Monitors sollte man sich unbedingt von der Leistungsfähigkeit der eingebauten Hardware überzeugen." Denn: "Ältere Rechner verfügen zwar oft über HDMI-Schnittstellen, können aber meist nur eine Full-HD-Auflösung darstellen." Auch bei neueren Geräten spielt nicht jede Bildquelle mit: "So liefern etwa Notebooks oder Desktop-PCs mit der weit verbreiteten Intel HD-Graphics-4000-Lösung maximal 2560 zu 1440 Pixel", sagt Matthias Metzler.

Ist der PC mit entsprechend leistungsstarker Grafik-Hardware ausgestattet, sollte das 4K-Display über DisplayPort Version 1.2 (oder höher) oder HDMI ab Version 2.0 angeschlossen werden. Nur dann kann der angeschlossene Monitor Bilder auch extrem flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde (60 Hertz) darstellen. "Über HDMI 1.4 sind nur 30 Hz möglich, was eine erhebliche Einschränkung selbst im reinen Windows-Betrieb darstellt", so Metzler.

Bei Notebooks ist ein 4K-Bildschirm selbst im Hochpreis-Segment immer noch eine Seltenheit. "Die meisten Mobilrechner mit Bildschirmdiagonalen zwischen 12 und 15 Zoll beherrschen Full-HD oder Quad-HD - 2560 mal 1440 Pixel - was für das Gros der Anwender vollkommen ausreicht", sagt Rainer Müller von der Fachzeitschrift "Connect". Und die hohe Auflösung ist auch längst nicht überall schon angekommen. "Viele Programme müssen erst noch angepasst werden, um alle Bedienelemente richtig darzustellen", sagt Matthias Metzler. Auf kleineren Bildschirmen mit hoher Auflösung geraten Symbole und Schriften sonst schnell so klein, dass man sie nur schwer lesen oder - falls es ein Touchscreen ist - antippen kann.

Generell gilt: "Mit der passenden Grafikkarte ist es für Notebooks und Convertibles kein Problem, eine 4K-Auflösung zu stemmen", betont der Experte von "Connect". PCs lassen sich durch eine neue Grafikkarte 4K-tauglich machen. Doch es kommt auch auf das Betriebssystem an, ob am Ende alles gut aussieht. Windows 10 erkennt 4K-Monitore bereits automatisch und passt die Darstellung an.

Ältere Versionen von Windows haben aber Probleme - sie wurden für so viele Pixel nicht entworfen und stellen Symbole oder Menüs deshalb extrem klein dar. Muss es also unbedingt ein 4K-Monitor sein, können Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 einfach die Darstellung von Schriftgröße und Symbolen in den Systemeinstellungen auf 125 oder gar 150 Prozent erhöhen. Eventuell muss auch die Geschwindigkeit des Mauszeigers angepasst werden.

Sind die Hardwareanforderungen erfüllt, sollte vor dem Kauf unbedingt ein Sichttest stehen, rät Bitkom-Experte Timm Lutter. "Wie hoch ist die Sichtschärfe und die Farbtreue? Wie schnell der Bildaufbau?" Dies sollte man auf der Suche nach einem passenden Modell unbedingt ausprobieren.

Aber muss es nun unbedingt ein 4K-Monitor sein? Schließlich sieht doch schon Full HD für die meisten Nutzer ausreichend gut und scharf aus. Für Matthias Metzler ist das vor allem eine Frage des Einsatzzwecks: "Für Normalanwender oder Gelegenheitsspieler ist ein Full-HD-Monitor auch weiterhin ausreichend", sagt er. Wer mehr möchte, dem empfiehlt er einen Monitor mit WQHD-Auflösung (2560 zu 1440 Pixel). Sie können mittlerweile von den meisten Computern in voller Auflösung angesteuert werden, die dafür nötigen Anschlüsse sind auch an den meisten Geräten vorhanden. Günstiger sind die Geräte mit weniger Pixeln ohnehin.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr