Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Beamer oder Fernseher: Wer macht das bessere Heimkino?

Technik Beamer oder Fernseher: Wer macht das bessere Heimkino?

Wer sich einen neuen Fernseher kauft, begreift schnell: Die smarten Geräte mit ihren Mediatheken, Videostreaming-Diensten und vielen vom Smartphone bekannten Apps taugen für weit mehr als nur TV. Doch wie sieht es mit dem Kinofaktor aus?

Voriger Artikel
Vor Smartphone-Reparatur alle Daten sichern und löschen
Nächster Artikel
Forscher knacken photoTAN-Verfahren auf Android-Smartphones

Auch für Gamer kann ein Beamer interessant sein. Hier im Bild der Optoma HD 27.

Quelle: Optoma

München. Smarter und größer: Das sind seit geraumer Zeit die Trends bei neuen TV-Geräten. Aber sind riesige Fernseher auch für Cineasten mit dem Wunsch nach wahrem Heimkino-Feeling die richtige Wahl, oder sollten die sich lieber einen Beamer zulegen?

Im Gegensatz zu TV-Geräten sind die Verkaufszahlen für Beamer traditionell eher gering. So verkauften die Händler 2015 in Deutschland mehr als acht Millionen Fernsehgeräte, für 2016 erwartet Roland Stehle vom Branchenverband gfu einen Absatz von rund sieben Millionen Stück. Zum Vergleich: In Jahren ohne Fußball-WM- oder -EM verkaufen sich im Schnitt nur rund 140 000 Beamer. Generell seien die Verkäufe in den vergangenen sechs Jahren relativ konstant geblieben, so Stehle.

Ein konstantes Interesse an Beamern besteht also. Doch was macht so einen Projektor überhaupt interessant? "Hier ist das Entscheidende tatsächlich nach wie vor die Größe des Bildes", erklärt Andreas Nolde vom "Chip"-Fachmagazin. Zwar werden TV-Geräte immer größer, erreichen inzwischen 90 Zoll, doch mit der Größe wächst auch ihr Preis. "Ein TV mit mehr als 65 Zoll Bildschirmdiagonale ist schon deutlich teurer als ein ganz passabler Beamer", betont Bert Kößler vom Heimkinotechnik-Blog "Heimkino-Praxis.com". "Wer ein wirklich großes Bild will, kommt um einen Beamer nicht herum."

Ein Beamer bringt aber auch Einschränkungen mit sich: "Die Installation ist ungleich komplizierter, eine Leinwand ist für ein gutes Bild Voraussetzung, der Raum muss so weit wie möglich verdunkelt sein und Kabel müssen an den unmöglichsten Stellen verlegt werden", zählt Kößler auf. "Einen Smart-TV stellt man einfach nur hin und er läuft."

Und ein Beamer allein macht noch keine Heimkinoatmosphäre. "Sie müssen auch zusätzlich über die Anschaffung von Leinwand und Soundsystem nachdenken", sagt Andreas Nolde.

Zudem sind bei den Wohnzimmer-Projektoren die Preis nach oben offen: "Es gibt auch Beamer für mehrere 10 000 Euro", sagt Roland Stehle. Insbesondere ultrahochauflösende Beamer seien alles andere als günstig: "Während bei TV-Geräten UHD schon weit verbreitet und beispielsweise auch bei 65 Zoll schon unter 2000 Euro liegen kann, sind UHD-Beamer noch recht teuer." Wer das Streamen von Filmen fest eingeplant hat, muss sich deshalb nicht zwangsläufig für einen Smart-TV entscheiden. "Der Beamer ist letztendlich nur ein Bildausgabegerät, genau wie ein TV", sagt Bert Kößler. "Wer die modernen Streaming-Angebote nutzen will, verheiratet sich ja ohnehin mit einem der großen Anbieter und nutzt deren Hardware, um das volle Potenzial auszuschöpfen." Somit sei es beim Kauf nicht relevant, ob man die jeweilige Anbieter-Box nun an einen Beamer oder Fernseher anschließt. "Das herkömmliche TV-Programm kommt ja in vielen Fällen auch über einen separaten Sat- oder Kabel-Receiver."

Auch Andreas Nolde von der "Chip" sieht keine Einschränkungen für Beamer-Besitzer: "Mit Hilfe von Amazons Fire TV, Googles Chromecast, Apple TV und Co machen Sie auch jeden Beamer smart - inklusive Video-on-Demand-Diensten wie Netflix, Amazon und Maxdome, freiem Internetzugang und vielen anderen Apps mehr."

Die Platzhirsche für Streaming-Sticks und -Boxen - also Amazon, Google und Apple - seien erst einmal keine schlechte Wahl, um einen Beamer schnell smart zu machen, sagt Bert Kößler. Mediatheken und viele Video-on-Demand-Anbieter könne man auch damit nutzen. "Ein Smart-TV bietet nüchtern betrachtet auch nicht viel mehr als eine Plattform, auf der verschiedene Apps laufen." Und dank HDMI als standardisierter Schnittstelle lassen sich die smarten Sicks und Boxen mit jedem Anzeigegerät kombinieren - natürlich auch mit einem Beamer. Wer lieber einen Bogen um die Großen der Branche macht, findet laut Kößler problemlos zahlreiche Streaming-Alternativen: "Zum Beispiel das HiMedia Q10, Nvidia Shield oder einen einfachen Raspberry Pi." Gamer haben zusätzliche Möglichkeiten: Spielekonsolen wie die PlayStation oder Xbox unterstützen diverse Streaming-Anbieter. "Es kommt viel mehr darauf an, was man sehen will, als darauf, womit man es empfängt", sagt Kößler. Für ihn steht am Ende fest: "Wer den Aufwand bei einem Beamer auf sich nimmt, wird dafür mit echter Kino-Atmosphäre belohnt."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Der Leipziger Opernball „Moskauer Nächte“ lädt am 4. November aufs Parkett. Hier finden Sie Infos und Fotos zum Event. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr