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Das alte Smartphone im Netz verkaufen

Technik Das alte Smartphone im Netz verkaufen

Endlich ist das neue Smartphone da. Das alte Gerät ist dann rasch vergessen - und verstaubt in irgendeiner Schublade. Dabei könnte es noch richtig Geld einbringen.

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Erste Orientierung: Ankaufportale im Internet berechnen rasch, wie viel ein Gerät ihrer Meinung nach wert ist. Nutzer sollten die Werte verschiedener Portale vergleichen.

Quelle: Karolin Krämer/dpa-tmn

Berlin. Hochauflösenderer Bildschirm, bessere Kamera, schnellerer Prozessor: Bei Smartphones wollen viele auf dem aktuellsten Stand sein. Die neuen Geräte haben aber ihren Preis - da liegt es nahe, sich mit seinem alten Mobiltelefon eine Finanzspritze für die Neuanschaffung zu holen.

Ankaufportale im Netz etwa machen mit gebrauchten Mobiltelefonen Geschäfte. Ihr Prinzip ist einfach: Man beschreibt den Zustand des Smartphones. Die Webseite errechnet daraufhin ein Kaufangebot. Ist der Verkäufer damit einverstanden, schickt er das Gerät zum Portal. Dort wird das Gerät geprüft: Entweder nimmt der Internethändler es so an und überweist das vorab versprochene Geld binnen einiger Tage. Oder er schlägt einen anderen Preis vor.

In der Regel wollen die Portale dann weniger zahlen. Ihre Begründung lautet meist: Der Zustand des Geräts sei schlechter als beschrieben, erklärt Simone Vintz von der Stiftung Warentest. In einem Vergleich der Zeitschrift boten verschiedene Portale zwischen 70 und 225 Euro für dasselbe Gerät. Sich Angebote bei mehreren Ankaufportalen einzuholen, ist also Pflicht.

Ankaufportale seien ein bequemer Verkaufsweg, ergänzt Monika Klein von der Zeitschrift "Connect". Den höchsten Preis dürfe man allerdings nicht erwarten, da die Händler eine gewisse Marge für den Weiterverkauf einkalkulieren.

Eine Alternative bleibt der Verkauf an Privatpersonen, etwa über Online-Auktionshäuser oder Kleinanzeigenportale. Allerdings ist der Aufwand höher. Das Smartphone sollte aussagekräftig und gut ausgeleuchtet aus mehreren Perspektiven fotografiert werden, sagt Klein. Im Beschreibungstext müssen Alter, Zustand und technische Daten dokumentiert werden. Dazu kommt, dass man Anfragen von Interessenten beantworten muss.

Letztlich bleibt bei Versteigerungen im Netz auch ein Restrisiko, dass ein Gerät vergleichsweise wenig Geld einbringt. "Ein bisschen ist es auch Zufall, was am Ende dort herauskommt", sagt Warentesterin Vintz. Es hängt davon ab, wer mitbietet, wie die Beschreibung ist und welche Bewertungen das eigene Konto aufweist.

Wann bringen gebrauchte Smartphones noch richtig Geld ein? Das ist von vielen Faktoren abhängig, etwa von Marke und Modell. iPhones zum Beispiel gelten als wertstabil. Bei Samsung seien die kleinen Modelle wie das S5 Mini gefragt, sagt Vintz.

Auch das Alter setzt Mobiltelefonen zu. Typisch ist ein abbauender Akku. Wer einen neuen einbaut und dies per Rechnung nachweist, kann beim Verkauf eventuell mehr Geld herausschlagen. Doch nicht mehr nur bei iPhones, auch bei vielen neueren Geräten anderer Hersteller sei der Akku nicht mehr in Eigenregie zu wechseln, sagt Klein. Ob sich ein Wechsel im Fachgeschäft lohnt, um das Telefon für den Verkauf attraktiver zu machen, muss man dann genau durchrechnen.

Originalverpackung und -zubehör wie Kopfhörer steigern den Verkaufswert. Auch eine genutzte Schutzhülle als Extra-Beigabe ist ein Lockmittel. SIM-Lock-Sperren sind dagegen selten geworden, so Klein. Sie legen ein Smartphone auf ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte SIM-Karte fest. Wer ein Gerät mit einem SIM-Lock hat, sollte es vom Mobilfunkanbieter vor dem Verkauf entsperren lassen.

dpa

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