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Die Macht der Lüge: Fake News im Netz erkennen

Technik Die Macht der Lüge: Fake News im Netz erkennen

Geheime Nachtflüge für Flüchtlinge nach Deutschland oder die Rückkehr eines Killerinsekts - das sind Nachrichten, die nicht der Wahrheit entsprechen. Sogenannte Fake News verbreiten sich im Netz aber trotzdem. Wie unterscheiden Leser Wahrheit von Lüge?

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Bei der Initiative Mimikama kann man falsche Nachrichten melden und überprüfen lassen. Foto: Franziska Gabbert

Wien. Nur weil etwas im Internet steht, muss es noch lange nicht stimmen. Eigentlich ist das keine überraschende Erkenntnis. Doch in jüngster Zeit machen sogenannte Fake News - also frei erfundene Nachrichten - die Runde, verbreiten sich in sozialen Netzwerken.

Im US-Wahlkampf haben sie eine Rolle gespielt, aber auch in Deutschland tauchen sie auf. Woher kommen sie, und wie können Leser sie enttarnen? Die

Initiative Mimikama, die auf ihrer Seite über verschiedene Fake News aufklärt, hat einige Tipps:

Ursprung: "Es gibt zum einen Fake News im amerikanischen Stil", sagt Andre Wolf von Mimikama. Dahinter stehe vor allem kommerzielles Interesse. Frei erfundene Nachrichten sollten Internetnutzer etwa auf Seiten mit Werbeanzeigen locken. "Hierzulande stehen eher ideologische Motive im Vordergrund." Es sollen Ängste geschürt und Befürchtungen bestätigt werden - etwa beim Thema Flüchtlinge. Außerdem gibt es noch Satirewebseiten, die falsche Nachrichten verbreiten. Diese sind allerdings in der Regel auch deutlich als Satire gekennzeichnet.

Skepsis: "Der erste Schritt beim Erkennen von Fake News ist ein gewisses Gefühl", sagt Wolf. Überspitzte Darstellung und das Fehlen belastbarer Quellen können Anzeichen für eine falsche Nachricht sein. Hier ist also Misstrauen gefragt. Gerade das fehlt vielen Internetnutzern aber: Ein

Studie der US-Universität Stanford etwa kam jüngst zu dem Ergebnis, dass viele Schüler und Studenten einfach hinters Licht geführt werden können.

Impressum: Wer sich unsicher ist, ob die Nachricht der Wahrheit entspricht, sollte die Quelle anschauen. Das bedeutet auch: In sozialen Netzwerken erst prüfen, woher etwas kommt - und es dann teilen. Auf der Ursprungsseite lohnt dann vor allem der Blick ins Impressum. "Wenn es gar keins gibt, sollte man aufmerksam werden", rät der Experte. Auch, wenn irgendeine Adresse im Ausland angeben ist, die sich nicht mit dem Inhalt der Seite erklären lässt, sollten Leser sich fragen: Warum möchte der Betreiber der Seite für seine Inhalte nicht haften?

Suchmaschine: Das Gegenchecken von Texten und Bilder kann helfen, falsche Nachrichten zu erkennen. Wenn Google und Co. Textstellen auf mehreren Webseiten abseits seriöser Nachrichtenportale wiederfinden, ist das ein Indiz für Fake News. "Viele alternative Blogs nehmen Inhalte und kopieren sie einfach unreflektiert", sagt Wolf. Bei Fotos kann die Bildersuche helfen. Ist ein angeblich aktuelles Foto beispielsweise schon 2008 im Netz aufgetaucht, kann irgendwas nicht stimmen.

Melden: Bei Mimikama können Internetnutzer Fake News

melden. Die Initiative prüft die Nachricht und verfasst dann eventuell einen Bericht darüber. Die Initiative betreibt unter www.hoaxsearch.com außerdem eine Suchmaschine für Fake News.

dpa

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