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Energie für unterwegs: Mobile Stromquellen im Überblick

Technik Energie für unterwegs: Mobile Stromquellen im Überblick

Mit dem Smartphone lässt sich unterwegs einiges anstellen: Im Netz surfen, Filme anschauen, filmen, navigieren oder natürlich auch telefonieren. Doch schnell erscheint der Hinweis "Ladegerät anschließen", sonst ist kurz danach Schluss - oder etwa doch nicht?

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Die Brennstoffzelle Kraftwerk von eZelleron soll mit einfachen Feuerzeuggas-Kartuschen arbeiten und ab Janur 2017 für 300 US-Dollar (rund 264 Euro) zu haben sein.

Quelle: eZelleron Inc

Berlin. Wer sein Smartphone aktiv nutzt, kommt mit einer Akkuladung kaum länger als einen Tag aus. Je nach Gerät und Anwendung können es auch nur fünf bis sechs Stunden sein. Wer dann neue Energie braucht, holt sie sich aus der nächsten Steckdose.

Wo es die nicht gibt, braucht es kreative Lösungen. Eine Auswahl:

Der Zigarettenanzünder im Auto ist kaum noch als Raucherutensil, sondern in Verbindung mit einem Ladeadapter vielmehr als Stromlieferant für Smartphone, Navi und Co gefragt. "Dabei ist es wichtig, auf die richtige Kapazität zu achten", sagt Wiebke Hellmann vom Fachmagazin "Chip". "Wenn der Output nicht mindestens ein Ampere beträgt, dauert das Laden ewig." Das Kabel am oder zum Adapter sollte zudem hochwertig und nicht als billige Spirale ausgeführt sein.

Auch das Notebook kann als Energiespender fürs Handy dienen, insbesondere wenn es noch voll geladen ist: "Ein Smartphone braucht etwa zwei Amperestunden bei fünf Volt", rechnet Bernd Schwenke von der Stiftung Warentest vor. Das bedeute, dass eine Komplettladung nicht mehr als zehn Wattstunden des Notebook-Akkus kostet - typische Laptop-Akkus hätten etwa 50 bis 80 Wattstunden.

Populär und günstig sind zudem mobile Zusatzakkus, auch Powerbanks genannt. Manche kosten weniger als 10, nur wenige mehr als 30 Euro. Einige sind nicht größer als ein Feuerzeug, andere so groß wie ein Smartphone und etwas schwerer. "Mit den kleinen Zusatzakkus lässt sich ein Smartphone nur einmal, mit größeren vier bis sechs Mal laden" sagt Projektleiter Schwenke, der für die Stiftung Warentest kürzlich 20 der mobilen Stromspeicher getestet hat.

Powerbanks taugen auch über einen längeren Zeitraum als mobile Notreserve: "Nach 28 Tagen war in allen Akkus noch genug Energie, um ein Handy zu laden", berichtet Schwenke. Allerdings gelte dies für neue Powerbanks. Nach drei bis vier Jahren müsse man damit rechnen, dass ihre Leistung nachlässt oder dass sie kaputt gehen. Das könne auch passieren, wenn eine Powerbank kaum genutzt wird: "Auch längere Nichtaktivität ist für Batterien Stress", erläutert der Elektroingenieur. "Zu viel laden ist schlecht, zu selten auch."

Solarzellen hält Schwenke eher für eine Notlösung: "Nach sieben Stunden im gleißenden Sonnenlicht" seien beim Test eines Solarzellen-Laders weniger als 600 Milliamperestunden (mAh) geflossen, der Akku eines durchschnittlichen Smartphones also weniger als ein Viertel gefüllt. Bei bedecktem Himmel sei die Bilanz noch schlechter: "Es gibt eine große Linearität zwischen Intensität des Lichts und der Strommenge, die ich entnehmen kann."

Mit rund 30 Euro lagen die beiden untersuchten Solar-Lader zudem im oberen Preissegment der Testgeräte. Dennoch seien Anwendungszwecke denkbar: "Wenn sie die Solarzelle bei einer Wanderung im Sonnenlicht auf dem Rucksack liegen haben und nur telefonieren oder SMS verschicken", könne der Ladezustand eines damit versorgten Mobiltelefons etwa konstant gehalten werden, sagt Schwenke.

Dynamolader, die mit oder ohne Pufferakku zwischen Nabendynamo und Smartphone gehängt werden, sind indes eine Lösung für Fahrradfahrer, die ihre Muskelkraft gleich auch noch in Energie fürs Handy umwandeln möchten. Wenn das Handy auf dem Campingplatz entladen ist und man eine halbe Stunde zum Bäcker fährt, sei anschließend durchaus schon wieder ein kurzer Anruf drin, erklärt Warentester Schwenke.

Meist werden die Dynamolader aber genutzt, um während der Fahrt Navigationsgeräte oder Handys mit Navi-Apps zu betreiben, erläutert Thomas Froitzheim, Spezialist für Outdoor-Navigationssysteme. Das funktioniere bei fast allen Outdoor-Navis, manche Smartphones verhielten sich aber bockig bei Kabeln von Drittherstellern. Viele Informationen zu Dynamoladern fänden sich auf Fahrradzukunft.de.

Preislich geht es ab etwa 20 Euro los, Dynamolader der Oberklasse sind ab 60 Euro erhältlich, für die Spitzenklasse werden bis zu 200 Euro fällig. Wer das Smartphone als Navi nutze, sollte auf ein Gerät mit Spritzwasserschutz achten, rät Froitzheim. Radler könnten auch Powerbanks mitnehmen, aber deren Energie ist eben endlich.

dpa

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