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Geräte reparieren oder weitergeben

Technik Geräte reparieren oder weitergeben

Größere Händler und selbst Online-Shops müssen alte Elektrogeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge gratis zurückzunehmen: Praktisch, wenn das ausgemusterte Gerät wirklich schrottreif ist. Unnötig, wenn das Altgerät noch anders oder anderen gute Dienste leisten kann.

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In Repair-Cafés werden Verbraucher beim Reparaieren eines Geräts von versierten Laien oder Profis unterstützt.

Quelle: Jörg Carstensen/dpa

Berlin. Wer Elektronik nicht einfach in den Mülleimer wirft, sondern bei Händlern oder kommunalen Sammelstellen abgibt, hat schon einmal viel richtig gemacht. Denn diese Geräte werden recycelt. Noch besser ist aber das Weiternutzen.

Gerade funktionierende alte Elektronik weiterzuverwenden, zu verschenken oder noch zu verkaufen, ist ein Beitrag zum Umweltschutz. Alternativen zur Wegwerfkultur gibt es genügend:

- Reparieren: Ob Blu-ray-Player, Toaster oder Handy: Geht ein Gerät nach Gewährleistungs- und Garantiezeit kaputt und erscheinen die Reparaturkosten beim Hersteller oder in der Fachwerkstatt zu hoch, ist die Selbsthilfe immer einen Versuch wert. Etwa unter Repaircafe.org finden sich sogenannte

Repair-Cafés, in denen versierte Laien oder Profis Verbrauchern zur Seite stehen. Es gibt viele andere, vergleichbare

Reparatur-Initiativen, die etwa auf Anstiftung.de aufgelistet werden. Ein Dorado für Bastler ist zudem das Internet: Auf zahllosen Seiten und Videoplattformen finden sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Reparatur verschiedenster Geräte.

- Weiternutzen: Der Provider bietet ein neues Smartphone zum Vertrag an, und im Elektronikmarkt lockt der riesige Flachbildfernseher zum Niedrigpreis: Trotzdem sollten Verbraucher immer überlegen, ob sie ein neues Gerät wirklich brauchen oder ob das alte nicht eigentlich doch noch den Anforderungen genügt. Beim Handyvertrag kann sich Zurückhaltung vielleicht sogar auszahlen, wirbt das Umweltbundesamt (UBA): "Viele Anbieter gewähren einen niedrigeren Monatspreis, wenn Sie Ihr eigenes Gerät weiternutzen." Oder man steigt auf einen Prepaid-Vertrag um.

- Umnutzen: Auch wenn man feststellt, dass Handy, Computer oder Notebook vielleicht nicht mehr die persönlichen Anforderungen an die ursprüngliche Nutzung erfüllen, ist kreatives Um- und Weiternutzen immer noch eine Möglichkeit. Ein alter Rechner - egal ob PC oder Notebook - kann oft zum Zweitgerät, Netzwerkspeicher oder Medienserver werden, und das Smartphone zum Medienclient, der die Anlage mit Musik aus Netzwerk und Internet füttert. Und ein alter Router lässt sich etwa zum WLAN-Repeater umfunktionieren.

- Weitergeben: "Prüfen Sie, ob Ihr ausgemustertes Gerät nicht für eine Zweitnutzung infrage kommt", rät das

UBA. Das kann zum einen die Weitergabe an Menschen sein, die das jeweilige Gerät noch gebrauchen können: Tablets sind etwa für ältere Menschen, die gerade mit Computer und Internet starten, eine gute Alternative zu klassischen Rechnern, können aber mit altersgerechten Apps bestückt auch für Kinder interessant sein. Alternativ sollte man auch den Verkauf per Kleinanzeige oder Online-Auktion in Erwägung ziehen. In beiden Fällen gilt es, die eigenen Daten vorher sorgfältig zu

löschen.

- Gebraucht kaufen: Auch durch einen Gebrauchtkauf können Verbraucher viel für die Umwelt tun. "Wenn es nicht das neuste Gerät sein muss, können Sie mit einem gebrauchten Smartphone viel Geld sparen", gibt das UBA zu bedenken. Das gilt natürlich ebenso für andere Geräte von der Digitalkamera über den Fernseher bis hin zum Rechner.

dpa

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