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Jeder Dritte benutzt Passwörter mehrfach

Technik Jeder Dritte benutzt Passwörter mehrfach

Für jeden Onlinedienst ein eigenes Passwort - dazu raten Sicherheitsexperten mit Nachdruck. Viele halten sich aber nicht daran: Nach einer aktuellen Umfrage ist ein gutes Drittel der Deutschen in Sachen Passwörter ziemlich nachlässig.

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Wer für mehrere Online-Dienste das selbe Passwort benutzt, macht es Kriminellen leicht. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin. Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland (37 Prozent) nutzt das gleiche Passwort für mehrere Onlinedienste. Das geht aus einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom hervor.

Dabei ist Nachlässigkeit bei der Passwortwahl sehr gefährlich. Kommen Kriminelle in den Besitz der Zugangsdaten, haben sie schnell Zugriff auf alle Konten - von der E-Mail bis zum Onlinebanking.

Deswegen raten Sicherheitsexperten zu einem individuellen Passwort für jeden einzelnen Onlinedienst. Mehr als jeder zweite Befragte (58 Prozent) hat das bereits verinnerlicht. Doch wie behält man eigentlich den Überblick über all diese Passwörter? Immerhin nutzt rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer (47 Prozent) bis zu zehn unterschiedliche Onlinedienste, fünf Prozent nutzen sogar mehr als 20 Dienste.

Marc Fliehe, Bereichsleiter Informationssicherheit beim Bitkom, rät zu Passwortmanagern. Diese Programme speichern Kennwörter in einer verschlüsselten Datei ab, so dass man sich nur ein einziges Master-Passwort merken muss. Eine andere Möglichkeit sind Merksätze. "Ich kann zum Beispiel die Anfangsbuchstaben ausgedachter Sätze aneinanderreihen", sagt Fliehe. Eine dritte Möglichkeit ist die klassische Papierliste. Wer sich seine Passwörter auf Papier notiert und sie an einem sicheren Ort - abseits des PC - verwahrt, hat sie schnell zur Hand.

Fehlt nur noch ein gutes Passwort. Laut

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollte es mindestens acht Zeichen haben, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern enthalten. Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, Haustieren und Freunden sowie deren Geburtsdaten. Vorsicht auch mit Umlauten (ä,ö oder ü): Sie fehlen auf den meisten ausländischen Tastaturen und können im Urlaub zu Problemen bei der Anmeldung führen.

dpa

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