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Klemmlaufwerk und Springmaus: PC-Probleme selbst beheben

Computer Klemmlaufwerk und Springmaus: PC-Probleme selbst beheben

Der PC startet extrem langsam, der Monitor hat einen Rotstich, der Mauszeiger springt unkontrolliert übers Display, oder die Kamera wird am USB-Port nicht erkannt. Im Rechner ist gerne mal der Wurm drin. Doch für viele Probleme gibt es einfache Lösungen.

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Wenn nichts mehr geht, helfen häufig erstaunlich simple Tricks, damit der Computer wieder läuft.

Quelle: Jens Schierenbeck

Hannover. Die meisten PC-Nutzer verlangen von ihrem Gerät nicht viel: Es soll einfach nur laufen, damit man arbeiten, surfen oder spielen kann. Funktioniert mal etwas nicht wie gewünscht, packt einen schnell die Wut. Doch Abhilfe schaffen nur ein kühler Kopf und die richtigen Handgriffe.

Klemmendes Laufwerk: Beim Druck auf die "Öffnen"-Taste rührt sich nichts. "Das ist ein Klassiker", sagt Georg Schnurer vom Fachmagazin "c't". Klassisch ist auch die Lösung: Ein kleines Loch ermöglicht das manuelle Öffnen, wenn man etwa eine aufgebogene Büroklammer hereinsteckt, bis ein Widerstand spürbar wird und die Schublade schließlich aufspringt. Vor dieser Prozedur muss der Rechner ausgemacht werden, rät Schnurer. "Sonst arbeitet er dagegen an." Bei Desktop-PCs verbirgt sich das Loch oft hinter einer Abdeckung.

Langsames Hochfahren: Fährt Windows zu langsam hoch, kann ein Aufräumen des Autostart-Menüs dem Rechner auf die Sprünge helfen. "Viele Programme nisten sich unbemerkt in den Autostart ein", erklärt Florian Holzbauer vom "Chip"-Fachmagazin. Sie bremsen dann beim Start das System aus. Bringt das Aufräumen keine große Verbesserung, empfiehlt der Experte die Neu-Installation von Windows. Wichtig: vorher die Daten sichern.

Springender Mauszeiger: Spielt der Mauszeiger verrückt, kann ein kritischer Blick auf die Mausunterlage helfen. Dort kann Schmutz sein, der den Mauszeiger springen lässt. "Das ist wie wenn ein Auto durch ein Schlagloch fährt", sagt Michael Schmelzle vom Fachmagazin "PC Welt". Bei optischen Mäusen kann sich Schmutz in der Vertiefung für den Sensor angesammelt haben. Auch mechanische Mäuse können spinnen, wenn sie schmutzig sind. Darum sollte man in diesem Fall einmal die Kugel herausnehmen und reinigen. "Mit einer Pinzette entfernen Nutzer den Dreck von den kleinen Walzen im Inneren", erklärt Schmelzle.

Farbstich: Hat der Monitor etwa einen Rotstich oder flimmert, kann ein lockerer Stecker schuld sein. "Da klettert man mal kurz hinter den Rechner und prüft dies nach", rät Schnurer. Abziehen, pusten und wieder fest anstecken. Hilft das nicht, sollte man das Kabel auf einen Bruch prüfen und im Zweifel ein anderes Kabel ausprobieren. Ursächlich könnten aber auch Grafikkartentreiber-Fehler sein. Dann muss der Treiber neu installiert werden. Hilft auch das nichts, ist ein Defekt an Monitor oder Grafikkarte wahrscheinlich.

Unerkannte USB-Geräte: Ob Digitalkamera, Smartphone oder Speicherstick: Wenn ein Gerät auf einmal nicht oder nicht mehr erkannt wird, ist es ratsam, den Stecker auszublasen, um dort Staubreste zu entfernen, die den Kontakt stören können. Der Wechsel des USB-Ports ist eine andere Möglichkeit. "Häufig genutzte Ports sind nicht selten ausgelutscht", erläutert Schnurer. Auch der Treiber kann das Problem sein. Er wird in der Systemsteuerung deinstalliert. Danach startet man den Rechner neu und schließt sein Gerät an. Das spielt den Treiber neu auf.

Lärmender Rechner: Der PC brummt ungewohnt laut, obwohl man ihm nicht mehr Leistung abverlangt als sonst? "In den meisten Fällen dürfte der Lüfter verstaubt sein", erklärt Holzbauer. Bei Desktop-PCs ist nun etwas Handarbeit gefragt. Zunächst wird der Rechner vom Stromnetz genommen, danach das Gehäuse geöffnet. Mit dem Staubsauger saugt man das Gehäuse auf niedrigster Stufe aus. Für das Reinigen der kleinen Lüfterlamellen rät der Experte zu angefeuchteten Ohrstäbchen.

Klebrige Tastatur: Hier ein paar Chips, dort ein paar Süßigkeiten und ruckzuck ist die Tastatur dreckig und verklebt. Zeit zum Putzen also. Das Reinigungstuch sollte dabei nur nebelfeucht sein rät Schnurer. "Das Tuch muss so gut ausgedrückt sein, dass kein Wasser mehr im Stoff ist." Denn Wasser ist Gift für die empfindliche Elektronik. Wenn Abwischen nichts mehr bringt, kann man besonders dreckigen Tasten ein Vollbad in der Wasch- oder Spülmaschine gönnen - natürlich nur sicher verpackt in einem Waschbeutel.

Bevor man beginnt, das Keyboard zu zerlegen, sollte man kurz die Bedienungsanleitung studieren. "Dort steht, ob die Kappen abgelöst werden können", erklärt Schnurer. Bekommen viele Tasten einen Waschgang, sollte man vorher ein Foto von der Tastatur machen, damit die Tasten danach wieder an den richtigen Stellen eingesetzt werden können.

dpa

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