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Telekom-Anschlussumstellung: Alte Miet-Telefone kündigen

Technik Telekom-Anschlussumstellung: Alte Miet-Telefone kündigen

Wer noch ein Uralt-Telefon zur Miete von der Telekom hat, zahlt nicht nur seit Jahren unnötig Geld an den Konzern. Er wird mit dem Apparat auch bald nicht mehr wählen können - zumindest dann, wenn dieser an einen Router angeschlossen wird.

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Mit diesem Fernsprech-Tischapparat 791-1 kann man an einem IP-Anschluss niemanden mehr anrufen - es sei denn man investiert in einen Konverter.

Quelle: Jan-Philipp Strobel

Berlin. Bis 2018 will die Telekom alle verbliebenen analogen Telefonanschlüsse auf digitale umgestellt haben. Im Zuge dieser Entwicklung sollten gerade ältere Kunden derzeit prüfen, ob sie noch ein Telefon von der Telekom gemietet haben, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. 

Die alten Geräte kosten zum einen meist zwischen zwei und vier Euro Miete im Monat - Geld, das man sich sparen könnte, da schnurgebundene Apparate schon für 10 und schnurlose Telefon bereits für 20 Euro zu haben sind. Zum anderen werden sich nach der Umstellung mit diesen alten Apparaten nur noch Anrufe entgegennehmen lassen.

Aktiv anrufen wird man mit ihnen aber nicht mehr können, warnen die Verbraucherschützer. Das gilt zumindest dann, wenn der Kunde einen Router bekommt, weil er etwa auch Internet bestellt hat. Betroffen sind nicht nur ganz alte Wählscheibentelefone, sondern auch alte Tastentelefone, die nur nach dem sogenannten Impulswahlverfahren (IWV) arbeiten. Sie tragen meist die Abkürzungen FeTAp oder FeWAp in der Modellbezeichnung oder haben Namen wie Actron B oder Dallas.

Wer seinen reinen Telefonanschluss behält, muss dagegen nach Telekom-Angaben nichts unternehmen. In diesem Fall funktionieren auch alte IWV-Apparate direkt am Anschluss weiter im vollen Umfang. Nur Telefone, die an einen Router angeschlossen werden, sollten das sogenannte Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) unterstützen, das oft auch als Tonwahlverfahren bezeichnet wird.

Da die Mietgeräte monatlich kündbar sind, empfehlen die Verbraucherschützer, gleich die nächste Rechnung auf Posten wie analoge Festnetztelefone und Telefonzusatzgeräte zu prüfen. Die Kündigung funktioniert telefonisch bei der Kundenhotline. Die Telefonnummer steht auf der Rechnung. Falls das nicht klappt, sollte man den Angaben zufolge einen Kündigungsbrief an die Telekom-Adresse schicken, die sich ebenfalls auf der Rechnung findet.

Wer ein Uralt-Telefon aus nostalgischen Gründen oder weil ihm das Design gefällt, am Router unbedingt weiternutzen möchte, hat auch diese Möglichkeit - muss dafür aber mindestens 50 Euro investieren: So viel kostet im Elektronikhandel ein sogenannter IMV-MFV-Konverter, der zwischen Router und Telefon gehängt wird und die Wählimpulse des alten Apparates in Wähltöne umwandelt.

dpa

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