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Test: Schlechter Daten- und Jugendschutz bei Spiele-Apps

Technik Test: Schlechter Daten- und Jugendschutz bei Spiele-Apps

Geldfallen, schlechter Jugendschutz und Schlamperei beim Übertragen sensibler Daten: Viele beliebte Spiele-Apps haben laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest teils erheblich Mängel.

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Eltern sollten genau hinsehen: Die Stiftung Warentest hat keins der getesteten Smartphone-Spiele für Kinder als unbedenklich eingestuft.

Quelle: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. Viele Spiele-Apps für Kinder haben teils erhebliche Mängel, wie Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 7/2017) warnt. Es hakt vor allem beim Jugendschutz, beim Datenschutz und bei der transparenten Preisgestaltung für In-App-Käufe.

Spielen auf dem Smartphone ist mittlerweile so normal wie am PC oder der Konsole. Die App-Stores für Android und iOS sind entsprechen voll mit diversen Apps - von einfachen Klickspielen bis hin zu anspruchsvollen Simulationen.

Die Stiftung Warentest hat 50 beliebte Spiele-Apps untersucht - die meisten davon kostenlos. Doch kostenlos ist meist nur der Download. 19 davon schützen Kinder den Angaben nach nicht vor unangemessener Kontaktaufnahme über eingebaute Chatfunktionen. Anonymes Mobbing oder unerwünschte Nachrichten von Erwachsenen an Kinder könnten die Folge sein, so die Warentester. Ebenso viele Apps vermischen Werbung und Spieleinhalte, so die Tester.

In Sachen Datenschutz und Allgemeine Geschäftsbedingungen wurden nur vier der 50 getesteten Apps für angemessen befunden. Zwei Programme versandten persönliche Informationen der Nutzer unverschlüsselt, die meisten erheben außerdem weit mehr Daten als für den Betrieb des Spiels nötig. Dazu gehören etwa der Mobilfunkanbieter oder Gerätenummern, aber auch Standortdaten oder das Alter eines Spielers. Gleich 27 von 50 Apps ermöglichen mit geringem Aufwand eine Identifikation des Spielers, auch weil sie zahlreiche Daten an Werbenetzwerke senden.

Auch beim Thema Geldausgeben gibt es Kritik. Zwar sind viele Apps an sich kostenlos, ordentlich Geld ausgeben kann man aber trotzdem. Viele Apps verleiten oder drängen laut Stiftung Warentest gar dazu. Sei es durch die Gestaltung des Spiels oder durch - besonders für Kinder - unangemessene Aufforderungen zum In-App-Kauf. Und die können ziemlich teuer ausfallen. Preisspannen reichen von 99 Cent bis hin zu 99,99 Euro - in Extremfällen konnten bis zu 350 Euro ausgegeben werden. Ein Passwortschutz für In-App-Käufe senkt hier das Risiko.

Der Schutz lässt sich auf Android-Geräte in den Einstellungen des Play Stores aktivieren. iOS-Nutzer verwalten diese Einstellung unter "Allgemein/Einschränkungen".

dpa

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