Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Einsatz verweigert: Mitarbeitern kann Kündigung drohen

Arbeit Einsatz verweigert: Mitarbeitern kann Kündigung drohen

Was versteht man unter Arbeitsverweigerung, wenn es um Überstunden geht. Und ist deshalb eine außerordentliche Kündigung zulässig. Möglich ist das tatsächlich, allerdings nur in bestimmten Ausnahmefällen. So hat es ein Gericht entschieden.

Voriger Artikel
Dauernd Überstunden: Diese Rechte haben Mitarbeiter
Nächster Artikel
Zu klein fürs Cockpit? - Rechtsstreit endet mit Vergleich

Fristlose Kündigungen müssen ganz klar begründet sein.

Quelle: Ralf Hirschberger

Berlin. Weigern Mitarbeiter sich, Überstunden zu leisten, kann das zu einer Kündigung führen. Zulässig ist das aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, beispielsweise wenn Überstunden vertraglich vereinbart sind. Das teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit. 

Ein Rettungssanitäter hatte vor dem Landesarbeitsgerichts (LAG) Mecklenburg-Vorpommern geklagt. Er sollte kurz vor Dienstende noch einen Rettungstransport durchführen. Allein die Fahrtzeit hätte dazu geführt, dass der Mann länger arbeitet, als vertraglich vereinbart ist. Aufgrund eines privaten Termins beim Jugendamt weigerte er sich, den Transport zu machen. Daraufhin erhielt er die fristlose Kündigung.

Das LAG entschied, sie sei unzulässig (Az.: 5 TaBV 7/14). Grundsätzlich rechtfertige die Arbeitsverweigerung zwar eine außerordentliche Kündigung. Allerdings müsse der Arbeitnehmer dann dazu verpflichtet sein, Überstunden zu leisten. Eine solche Verpflichtung kann sich zum Beispiel aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben. In Ausnahmefällen - etwa bei einem Notfall - kann es auch zulässig sein, Überstunden ohne eine vertragliche Regelung anzuordnen. Dann ergibt sich die Pflicht zur Ableistung für den Mitarbeiter aus der Treuepflicht gegenüber dem Arbeitgeber. Hier habe es aber weder eine vertragliche Regelung gegeben, noch eine Notsituation. Die Kündigung sei deshalb unzulässig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Arbeitsrecht
Der Ratgeber Recht auf LVZ.de wird präsentiert von WKR Germany

WKR steht für „Wir Können Recht", einem Motto, welches sich die WKR Germany LLP verpflichtet hat. Die Rechtsanwaltskanzlei sitzt in Leipzig und konzentriert sich auf Verbraucherrecht in Mitteldeutschland. Mit derzeit neun Rechtsanwälten und als Partnerkanzlei von geblitzt.de ist sie deutschlandweit bekannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.kanzlei-leipzig.de. mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr